Einweisung in Psychiatrie wegen neuer Straftaten "Urspring-Mörder": Verteidiger legt Revision gegen Ulmer Urteil ein

Der sogenannte "Urspring-Mörder" wehrt sich im Zusammenhang mit neuen Straftaten gegen seine Einweisung in die Psychiatrie. Sein Verteidiger legte Revision gegen ein entsprechendes Urteil ein.

Der 30-Jährige hatte als Jugendlicher im Urspring-Internat in Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) einen Mitschüler getötet. Die Strafe dafür hatte er verbüßt. Im November dieses Jahres wurde er erneut vom Landgericht Ulm verurteilt. Er hatte mehrere Menschen angegriffen und Zeugen aus dem ersten Prozess mit dem Tode bedroht.

Einweisung in die Psychiatrie

Laut Urteil ist er eine Gefahr für die Allgemeinheit. Das Gericht ordnete deshalb die Einweisung in die Psychiatrie auf unbestimmte Zeit an. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe muss das Urteil nun überprüfen. Das könne sehr schnell gehen, es könne aber auch bis zu acht Monate dauern, erklärte ein Sprecher des Landgerichts Ulm. Derzeit liege noch keine schriftliche Begründung des Urteils vor.

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