Deutsche Post will Situation am Sonderschalter verbessern Genervt: Schlange stehen für ein Paket bei der Hauptpost in Ulm

Menschenschlangen vor der Ulmer Hauptpost in den vergangen Tagen - viele waren genervt. Zur Weihnachtszeit will die Deutsche Post die Ausgabe von Paketen am Sonderschalter verbessern.

Es werde geprüft, ob mehr Personal eingesetzt würde, sagte ein Sprecher am Dienstag dem SWR. Außerdem müsse man klären, ob die Öffnungszeiten verlängert und der Sonderschalter besser ausgeschildert wird. Am Wochenende und zu Wochenanfang hatten sich an der Post beim Ulmer Bahnhof lange Schlangen gebildet.

Stau vor den Paketschaltern

Vor allem vor den Paketschaltern kam es zu regelrechten Staus, lange Wartezeiten inklusive. Darüber ärgerten sich viele. Zudem hatte mancher die Hinweisschilder zum etwas entfernten Sonderschalter - etwa für die Paketausgabe - übersehen. Nur für die Weihnachtszeit und danach gibt es die Sonderausgabestelle der Deutschen Post DHL Group. Zwei Menschen arbeiten hier.

Hier geht es zur Paketausgabe bei der Ulmer Hauptpost (Foto: SWR, Maja Nötzel)
Hier geht es zur Paketausgabe des Sonderschalters bei der Post beim Ulmer Hauptbahnhof Maja Nötzel

In Supermärkten andere Betreiber

Alle anderen Postfilialen in Ulm werden nicht von der Post, sondern von Partnern wie Supermärkten oder Tankstellen betrieben. Auch die anderen Paketlieferdienste wie Hermes, GLS und DPD setzen auf diese Struktur. In einem Schreibwarenladen in der Ulmer Innenstadt geben gleich zwei Paketdienste ihre nicht zugestellten Sendungen ab. Dort gibt es zwar derzeit noch genügend Platz im Lager, eng wird es trotzdem. Ein paar Gassen weiter in Ulm, bei einem Süßigkeitenanbieter, stapeln sich die Pakete zusammen mit einer neuen Lieferung.

Pakete-Stress schon im November

Für die Paketdienste beginnt die Vorweihnachtszeit Anfang November. Fast doppelt so viele Sendungen wie sonst werden in der Zeit von den Paketdiensten bewegt - insgesamt in Deutschland um die 15 Millionen Pakete am Tag. Um das zu meistern haben die Paketzusteller laut Informationen des SWR zwischen 4.000 und 10.000 zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt.

Auch die Aushilfskraft im kleinen Ulmer Süßigkeitenladen hat auf eine 50 Prozent-Stelle aufgestockt. Dort weiß man: Bis Weihnachten wird's stressig. Doch, was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Damit die bis Heiligabend pünktlich zugestellt werden können, sollten sie bei allen Paketdiensten bis zum 20. Dezember meist bis 12 Uhr aufgegeben werden.

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