Prozess am Ellwanger Landgericht Sontheimer Mord: Wichtiger Zeuge soll aussagen

Ein 55-jähriger Mann aus Sontheim an der Brenz steht seit Montag erneut wegen Mordes vor Gericht. Es soll noch ein wichtiger Zeuge, der derzeit in Italien in Haft sitzt, aussagen.

Der Angeklagte soll vor Jahren den Ehemann seiner eigenen Tochter umgebracht haben. Das Tatmotiv: Der Vater habe sich nicht mit der Beziehung seiner Tochter zu einem türkischen Staatsbürger mit muslimischem Glauben abfinden können, so die Staatsanwaltschaft. Daraufhin habe er ihn im Februar 2008 erwürgt. Beim Prozessauftakt wurde ein Ermittler befragt.

Wichtiger Zeuge

Das Landgericht Ellwangen hatte das Verfahren um den ersten mutmaßlichen Mord im Jahr 2008 gegen den Vater abgetrennt, weil noch ein Zeuge aus Sizilien aussagen soll. Er ist so wichtig, dass nun extra vier Verhandlungstage angesetzt wurden. Er soll vermutlich am 29. Januar in Ellwangen vor dem Landgericht erscheinen, ihm wurde sicheres Geleit zugesagt.

Ein Mann in Handschellen verdeckt sein Gesicht mit einem Briefumschlag (Foto: SWR, Bernd Schlecker)
Der 55-Jährige steht erneut vor Gericht. Wegen zwei anderer Morde erhielt er kurz vor Weihnachten die Höchststrafe. Bernd Schlecker

Kurz vor Weihnachten war der 55-Jährige bereits wegen zwei anderer Morde, die er zusammen mit seinen Söhnen in Sontheim verübt hatte, zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Auch die Söhne wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Urteil wird für Anfang März erwartet.

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