Eiche in einem Mischwald, von unten nach oben fotografiert (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Baumpflanzaktion Tausende Eichen für Klimawald im Kreis Neu-Ulm

Der Kreis Neu-Ulm will mit Eichen und Linden gegen den Treibhauseffekt vorgehen. Tausende Bäume sollen für den Klimaschutz gepflanzt werden. Auftakt ist am Dienstag in Unterroth.

Die ersten Bäumchen für den künftigen "Klimawald" bei Unterroth im Kreis Neu-Ulm sind im Boden. Landrat Thorsten Freudenberger und Schüler der Grundschule Buch pflanzten am Dienstag die ersten von insgesamt mehr als 8.000 Bäumen.

Neuer Lebensraum für Tiere

Der Landkreis stellt für den künftigen Wald laut Mitteilung eine Fläche von 1,7 Hektar zur Verfügung. Die Waldfläche könne in der Zeit ihres Bestehens rund 1.700 Tonnen Kohlendioxid binden, erklärte das Landratsamt. CO2 ist eines der bedeutendsten Treibhausgase.

Aus den mehr als 8.000 Bäumen soll aber kein Wirtschaftswald entstehen, der möglichst viel Holz für den Verkauf abwirft, sagte der Naturschutzbeauftragte im SWR.

"Der Wald soll möglichst naturnah und sich selbst überlassen bleiben. Das heißt, es wird alte Bäume geben, die auch wieder Lebensräume für viele Tiere bieten."

Michael Angerer, Naturschutzbeauftragter beim Landratsamt Neu-Ulm

Im Klimawald im Kreis Neu-Ulm werden den Planungen zufolge einmal 6.350 Eichen wachsen, außerdem 1.550 Linden sowie Hainbuchen. Hinzu kommen 400 heimische Sträucher.

Aktion im Donau-Ries

Auch im Kreis Donau-Ries sollen Tausende Bäume für den Kimaschutz gepflanzt werden. Das können Obstbäume im eigenen Garten oder auf einer Streuobstwiese sein, bis hin zu einem gemeinsam gepflanzten Bürgerwald. Auftakt der Aktion soll im Februar sein. Laut einer Pressemitteilung wollen Waldbesitzer und Behörden zusammen mit der Bürgerschaft insgesamt 100.000 neue Bäume pflanzen.

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