Ausstellung im Museum in der Klostermühle Szenen der Ulmer Stadtgeschichte aus Zinn

Hunderte Zinnfiguren bevölkern das Museum in der Klostermühle in Ulm-Söflingen. Der Ulmer Friedrich Warth hat sie gefertigt und zeigt sie in der Ausstellung: "Ulmer Stadtgeschichte und von Jedem ebbes".

1986 hörte Friedrich Warth, wie eine Frau nach Souvenir vom Fischerstechen fragte und keines bekam. Da hatte er die Idee, die Szene selbst in Zinn zu gießen. 130 Zinnmännlein und -fräulein sind nun im Museum zu sehen. Sie zeigen das Fischerstechen selbst, aber auch den Tanz und den Zug durch die Stadt.

Ausstellung im Museum in der Klostermühle Szenen der Ulmer Stadtgeschichte aus Zinn

Zinnfiguren der Ulmer Stadtgeschichte (Foto: SWR, Maren Haring)
Das Fischerstechen: 130 Figuren bevölkern die historische Szene. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen
Liebevoll bemalt und sanft lächelnd: Jede Figur ist handgefertigt. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen
Im Hintergrund sind die Nachbildungen der Rommelfiguren zu sehen. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen
Die Burg bekam Friedrich Warth als Kind geschenkt. Damals bevölkerten sie noch andere Figuren. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen
Der Schneider von Ulm im Moment seines missglückten Flugversuches - aus Zinn. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen
"Diner for one" - die Szene war ein Geschenk an den Schwager. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen
Soldaten dürfen bei einer Ausstellung über Zinnfiguren natürlich nicht fehlen. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen
Schöpfer Friedrich Warth und sein Sohn Peter Warth. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen
Die Ausstellung im Museum in der Klostermühle in Ulm-Söflingen ist unterm Dach und damit nicht barrierefrei zu erreichen. Maren Haring Bild in Detailansicht öffnen

Begeisterter Zinngießer war der 83-jährige Bastler schon zuvor. Davon erzählt die mit Zinn-Rittern und Zinn-Edelmännern bevölkerte, mehr als 80 Jahre alte Burg in der Ausstellung. Friedrich Warth bekam sie als Kind geschenkt. Und so nahm die Liebe für die Miniatur ihren Lauf. Erst goß er Zinn in gekaufte Formen.

Ein Flugversuch aus Zinn

Doch bei den Szenen aus der Ulmer Stadtgeschichte hat ein Freund geholfen. Der hat ihm die Formen extra angefertigt. So ist der tragisch gescheiterte Flugsversuch des Schneiders von Ulm in Zinn gegossen zu sehen.

Zinnfiguren der Ulmer Stadtgeschichte (Foto: SWR, Maren Haring)
Der Schneider von Ulm im Moment seines missglückten Flugversuches - aus Zinn. Maren Haring

Die Tonfiguren der Hafnerfamilie Rommel

Die historischen Tonfiguren der Hafnerfamilie Rommel aus Ulm hat Friedrich Warth anhand eines Buches aus Zinn nachgegossen. Sie zeigen Ulmer Szenen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Vater und Sohn basteln gemeinsam

Häufig war Friedrich Warth nicht allein im Keller: Sein Sohn Peter hat mitgemacht, eigene kleine Landschaften geschaffen und mit Zinnfiguren bevölkert. Bei der Ulmer Stadtgeschichte blieb es in all den Jahren nicht. In der Ausstellung stolpert man zum Beispiel über den Silvesterklassiker "Dinner for one".

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