Ein Feuerwehrauto steht auf dem Betriebsgelände einer Schrottverwertungsfirma in Essingen (Foto: picture-alliance / dpa, Jan-Philipp Strobel)

Nach Unfall mit Chemikalie im Ostalbkreis Vierter Behälter mit Gift gefunden

Auf dem Gelände des Essinger Recycling-Betriebs Scholz ist ein vierter Gift-Behälter entdeckt worden. Laut Polizei war das kleine Fass bei einer Nachsuchung am Wochenende aufgefallen.

Mitarbeiter der Firma hatten den vierten Behälter demnach bei einer Nachkontrolle am Samstag im Altmetall gefunden. Erneut wurden die Aalener Feuerwehr und zwei Notarztwagen auf das Gelände gerufen. Der Behälter wurde von einer Spezialfirma entsorgt.

Bereits am vergangenen Donnerstag waren drei ähnliche Behälter mit dem Senföl Allylisothiocyanat auf dem Betriebsgelände aufgetaucht. Als eines der Fässchen durch einen Bagger beschädigt wurde, erlitten 17 Beschäftigte Atemwegsreizungen und mussten vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden. Alle Mitarbeiter haben inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen.

Herkunft weiter unklar

Nach wie vor ist unklar, wie die Behälter mit dem giftigen Stoff in eine Schrottlieferung gerieten. Laut Polizei wurde das Altmetall, in denen sich die Behältnisse mit dem Gefahrstoff befanden, von einem Unternehmen aus dem Raum Frankfurt angeliefert. Auf welchem Weg die Fässer zu diesem Unternehmen gelangten, muss noch ermittelt werden.

Senföl auch als Insektengift genutzt

Das Senföl Allylisothiocyanat hat einen sehr scharfen Geruch und kann auf der Haut stechende, brennende Schmerzen, Entzündungen und Blasen bis hin zu Geschwüren hervorrufen. Der Stoff wird unter anderem als Insektengift genutzt.

Feuerwehreinsatz wegen Giftkanistern (Foto: SWR, Hendrik Zorn)
Feuerwehreinsatz wegen Giftkanistern auf einem Firmengelände in Essingen Hendrik Zorn
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