Wettbewerb um Parteivorsitz SPD-Bundestagsabgeordnete Mattheis aus Ulm zieht Kandidatur zurück

Die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis und der Verdi-Chefökonom Dierk Hirschel ziehen ihre Kandidatur für den SPD-Vorsitz zurück. Das haben beide am Samstag in München bekannt gegeben.

Mattheis und Hirschel begründeten den Schritt damit, dass sie die Erfolgsaussichten eines anderen linken Kandidatenduos erhöhen wollten. Ihren Rückzug kündigten sie am Samstag auf der letzten SPD-Regionalkonferenz in München an.

Eine Frau und ein Mann einer Bühne im Zuge der SPD-Regionalkonferenzen (Foto: dpa Bildfunk, Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa)
Mattheis und Hirschel bei einer Regionalkonferenz (Archivbild) Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Auf 23 Regionalkonferenzen haben sich in den letzten Wochen die Kandidaten für den Vorsitz der Bundespartei vorgestellt. "Wir gelten als nicht aussichtsreiches Paar, Dierk Hirschel und ich", hatte Mattheis in einem SWR-Interview Anfang Oktober gesagt. Doch ihre Beiträge in der Debatte hätten alle anderen Kandidaten dazu gebracht, sich stark nach links zu bewegen.

Schon Mitte September hatte der SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Neu-Ulm, Karl-Heinz Brunner, seine Kandidatur zurückgezogen. Auch er begründete den Schritt damit, dass er eine deutlichere Zuspitzung im Kandidatenfeld und damit eine klarere Wahlentscheidung ermöglichen wollte.

Noch sechs Duos stehen den Mitgliedern zur Wahl

Jetzt sind noch sechs Kandidatenduos im Rennen um den SPD-Vorsitz. Von Montag an können die SPD-Mitglieder über die künftige Führung abstimmen. Sicher ist jetzt schon, dass die SPD künftig von einer Doppelspitze geführt wird. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung soll am 26. Oktober feststehen. Nach dem Votum der Mitglieder soll der SPD-Bundesparteitag Anfang Dezember in Berlin die Sieger bestätigen.  

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