Rettungshund auf einer Baustelle bei einem Training der Rettungshundestaffel (Foto: Amrei Groß)

Abbruchhaus in Ulm Ideales Gelände für Rettungshunde

In Trümmern Verschüttete finden - das muss die Ulmer Rettungshundestaffel regelmäßig üben. Da ist es ein Glücksfall, dass derzeit mitten in der Stadt ein Haus abgerissen wird.

Am Abend, wenn die Bauarbeiter abgezogen sind, kommt die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Ulm auf die Baustelle am Eingang der Ulmer Fußgängerzone. In einer Baggerschaufel hat sich eine Frau versteckt, im Keller unter dem Bauschutt ein Mann.

Dauer

"Such" - so lautet der knappe Befehl. Es gibt für die Hunde keine weiteren Anhaltspunkte wie etwa Kleidung zum Schnüffeln. Im Ernstfall kann die Trainerin oder der Trainer das auch nicht liefern. Der Rettungshund läuft los und sucht, schnüffelt sich durch die Trümmer, bis er die Vermissten gefunden hat.

Zwei Männer und eine Frau von der Rettungshundestaffel Ulm mit ihren Hunden (Foto: Amrei Groß)
Das Abbruchhaus eignet sich ideal für Übungen der Ulmer Rettungshundestaffel Amrei Groß

Am besten geeignet für die Rettungshundestaffel sind mittelgroße Hunde. Außerdem sollte die Schnauze nicht zu platt sein. 700 Rettungshunde gibt es in ganz Baden-Württemberg, in Ulm sind es 30. Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre, Hund und Herrchen arbeiten ehrenamtlich. Wer Lust auf die Rettungshundestaffel hat, braucht aber nicht zwangsläufig einen Hund. Denn Ehrenamtliche, die sich verstecken, werden auch immer gesucht.

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