26.03.2019, Baden-Württemberg, Ulm: Katrin Geng untersucht Batterieelemente an einem Röntgenelektronen-Spektoskop im Helmholtz-Institut. Ziel der Forscher sind leistungsfähige und umweltfreundliche Batterietechnologien jenseits von Lithium. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Stefan Puchner/dpa (Symbolbild))

50 Millionen Euro für Ulm in Aussicht Streit um Batterieforschung: Versöhnliche Töne aus der CDU-Landesgruppe

Im Streit um den Standort für eine Batterieforschungsfabrik hatte es zuletzt noch Rücktrittsforderungen aus der Landes-CDU gegeben. Die CDU-Landesgruppe in Berlin will nun nach vorne blicken.

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18:00 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Rund eine Stunde lang hatte sich Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) für die CDU-Landesgruppe am Donnerstagmorgen Zeit genommen. Aus den Reihen der CDU in Baden-Württemberg hatte es Rücktrittsforderungen an die Ministerin in Berlin gegeben, sollte sie nicht nachweisen können, dass die Standortauswahl für Münster und gegen Ulm korrekt abgelaufen sei. Aus der CDU-Landesgruppe im Bundestag hatte sich niemand diesen Forderungen angeschlossen.

50 Millionen Euro für Batterieforschung in Ulm in Aussicht

Nach Angaben von Andreas Jung, CDU-Landesgruppenchef in Berlin, habe man in sachlicher und freundlicher Atmosphäre alle kritischen Punkte angesprochen. Man sei sich einig gewesen, so auch Stefan Kaufmann, CDU-Bildungs- und Forschungspolitiker aus Stuttgart, dass man die kritischen Fragen erörtere, dann aber auch den Blick nach vorne richte. Das heißt: Baden-Württemberg will 50 Millionen Euro zum weiteren Ausbau der Batteriezellenforschung in Ulm und dafür sehe es, so Kaufmann, gut aus.

Gespräch mit BW-Wirtschaftsministerin geplant

Verabredet habe man mit der Ministerin nun auch einen Fahrplan: Bereits am kommenden Dienstag werden die beiden Staatssekretäre aus dem Forschungsministerium in Berlin, Christian Luft und Wolf-Dieter Lukas, konkrete Maßnahmen mit der Wirtschaftsministerin aus dem Land, Nicole Hofmeister-Kraut, erörtern. Dieses Gespräch wird in Stuttgart stattfinden.

Am Mittwoch wird sich Karliczek dann den Fragen der Abgeordneten im Bundestag im Rahmen der Sitzung des Forschungssausschusses stellen. Aus dem Ministerium selbst gab es zum Treffen mit der Landesgruppe keine Stellungnahme.

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