Eine der größten Ameisenstädte Mitteleuropas befindet sich im Naturschutzgebiet Dellenhäule zwischen Aalen und Neresheim (Foto: RP Stuttgart Hans-Peter Horn)

50 Jahre Naturschutzgebiet Ameisenstadt im Dellenhäule bekommt Hinweistafel

Eine der größten Ameisenstädte Mitteleuropas breitet sich im Dellenhäule bei Aalen aus. Das Naturschutzgebiet gibt es seit 50 Jahren. Nun hat es zwei Informationstafeln bekommen.

Hunderte von Ameisenhügeln durchziehen das Naturschutzgebiet Dellenhäule. Es liegt auf dem Härtsfeld, zwölf Kilometer östlich von Aalen.

"Das Naturschutzgebiet Dellenhäule zwischen Aalen und Neresheim besitzt eine der schönsten Wacholderheiden der Ostalb und eine der größten Ameisenstädte Mitteleuropas."

Regierungspräsidium Stuttgart

130 Jahre alte Hügelnester

Den besten Blick auf die Ameisenstadt hat man vom Feldweg, der unterhalb des Naturschutzgebiets im Ebnater Tal verläuft. Die Gelbe Wiesenameise hat sich hier schon vor 130 Jahren auf einem früheren Acker niedergelassen. Das erfährt man auf einer neuen Informationstafel, die aus Anlass des 50. Jubiläums des Naturschutzgebietes am Freitag aufgestellt wurde.

"Es ist eines von den Naturwundern, die wir hier im Ostalbkreis haben."

Andreas Mooslehner, BUND Ostwürttemberg
Eine der größten Ameisenstädte Mitteleuropas befindet sich im Naturschutzgebiet Dellenhäule zwischen Aalen und Neresheim (Foto: Hans-Peter Horn)
Die Hügelnester in der Ameisenstadt im Naturschutzgebiet Dellenhäule sind mit Gras und Kräutern bewachsen. Das Gebiet wird regelmäßig beweidet. Hans-Peter Horn

Überblick über Lebensräume

Die Ameise baut mehrstöckige Hügelnester, die bis zu einem halben Meter hoch sind. Die Hügel sind mit Gräsern und Kräutern bewachsen, das macht sie sehr stabil. Eine Grafik auf der neuen Informationstafel zeigt zudem, wie ein Ameisenhügel von innen aussieht und wie die Ameisen dort leben und ihre Jungen aufziehen.

Die weitere Tafel bietet zudem einen Überblick über Lebensräume, Nutzungsgeschichte, Pflanzen und Tiere des Dellenhäules. Dort leben beispielsweise außer 23 Ameisenarten auch 14 Heuschreckenarten sowie seltene Schmetterlinge.

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