Menschen stehen bei der Einlasskontrollen für den Ulmer Weihnachtsmarkt an. Dort gilt derzeit die 2-G-Plus-Regel. (Foto: SWR, Sabine Bauer)

Weitere Absagen und lange Schlangen

Weihnachtsmärkte in der Region - Wie es mit 2G plus läuft

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Es wird eng für die Weihnachtsmärkte: Noch strengere Einlasskontrollen sorgen für Frust und lange Schlangen. Viele Betreiber sagen die Weihnachtsmärkte ganz ab.

Lange Schlange vor dem nächtlichen Ulmer Weihnachtsmarkt (Foto: SWR, Maren Haring)
Die Folge von 2G+: Wer auf den Ulmer Weihnachtsmarkt will, muss Geduld haben Maren Haring

Dort, wo die Weihnachtsmärkte überhaupt noch stattfinden, bilden sich lange Schlangen: Insgesamt ist das Angebot an Weihnachtsmärkten in der Region deutlich ausgedünnt. Also sammeln sich die Fans von Glühwein und Feuerwurst an den wenigen verbleibenden Märkten - wie in Ulm.

Ulmer Weihnachtsmarkt hat mit 2G-Plus-Regel zu kämpfen

Und dort ist Stau garantiert: Es dürfen nach der aktuellen Corona-Verordnung maximal die Hälfte der normalerweise zugelassenen Besucher und Besucherinnen auf den Weihnachtsmarkt. Hinzu kommen die strengen Einlasskontrollen: Schließlich müssen die Nachweise über Test, Impfung oder Genesung auch kontrolliert werden. Den Organisatoren des Ulmer Weihnachtsmarkts macht denn auch die 2G-Plus-Regel zu schaffen. Die Besucherinnen und Besucher hätten teils kein Verständnis dafür, dass sie trotz einer Impfung oder dem Genesenen-Status nun auch noch einen aktuellen Test vorweisen müssen, sagte Veranstalter Jürgen Eilts am Donnerstag dem SWR. Das halte den einen oder anderen vom Besuch des Weihnachtsmarktes ab. Besonders der spontane, kurzfristige Besuch in der Mittagspause falle für viele nun aus. Insgesamt seien die Besucherzahlen jedoch seit der Einführung von 2G-Plus nicht dramatisch eingebrochen. Man warte weiter ab.

Lange Schlangen schon vor den Corona-Testzentren

Weil die Schnelltests nun Voraussetzung für den Einlass in die Weihnachtsmärkte sind, ist auch an den Testzentren deutlich mehr los. Gleich neben dem Ulmer Weihnachtsmarkt, am östlichen Münsterplatz befindet sich ein Testzentrum in einem weißen Container. Die Stimmung unter den Testwilligen ist angespannt.

Weitere Absagen von Weihnachtsmärkten in der Region

Die Städte Ehingen, Erbach und Langenau im Alb-Donau-Kreis haben ihre Weihnachtsmärkte daher ganz abgesagt. Dies berichtet die "Südwest Presse" am Donnerstag. Hauptgrund ist die 2G-Plus-Regel, die für Betreiber und Besucher mit einem zu hohen Aufwand verbunden sei, heißt es beispielsweise aus dem Rathaus in Langenau.

Leere Innenstadt in Schwäbisch Gmünd (Foto: onw images, Marius Bulling)
Gähnende Leere in der Schwäbisch Gmünder Innenstadt - der Weihnachtsmarkt ist abgesagt onw images, Marius Bulling

Schwäbisch Gmünd um Lösung für Standbetreiber bemüht

Nach der kurzfristigen Absage des Schwäbisch Gmünder Weihnachtsmarktes sollen die Händler ihren Waren ersatzweise auf dem Wochenmarkt und in leerstehenden Ladengeschäften verkaufen können. Dies kündigte Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) in der Gemeinderatssitzung vom Mittwoch an, berichtet die "Remszeitung". Eigentlich hätte der Gmünder Weihnachtsmarkt am Donnerstag beginnen sollen.

Leise Hoffnung nach der Absage in Aalen

Frust bestimmt die Stimmung unter den Standbetreibern des Aalener Weihnachtsmarktes. Die Würstchen lagen schon auf dem Grill, als Landrat Joachim Bläse (CDU) und Oberbürgermeister Frederick Brütting (SPD) am Dienstagvormittag die kurzfristige Absage des Marktes verkündeten. Momentan sei die Situation zu kritisch, um so zu tun, als wenn nichts wäre, sagte dazu auch Aalens Citymanager, Reinhard Skusa. Aber er gibt die Hoffnung nicht ganz auf.

"Wir lassen alles stehen, wir lassen den Weihnachtsmarkt beleuchtet. Und sobald die Zahlen wieder Entspannung anzeigen, würden wir nochmal starten."

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