Ministerpräsident Kretschmann stimmt Land auf Folgen des Ukraine-Kriegs ein. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod)

Folgen des Kriegs in der Ukraine

Ukraine-Krieg: Kretschmann stimmt Baden-Württemberg auf schwere Zeiten ein

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Der Krieg in der Ukraine wird massive Auswirkungen auf Baden-Württemberg haben. Davon geht Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) aus. Er sagte, der Krieg verändere alles.

Auf Baden-Württemberg kommen aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) schwere Zeiten zu. Wegen des Ukraine-Kriegs müssten sich die Menschen darauf vorbereiten, dass das Leben in jeder Hinsicht nicht mehr so sein werde wie vorher. In der Regierungspressekonferenz sagte Kretschmann am Dienstag: "Es kann niemand davon ausgehen, dass das Leben einfach so weitergeht."

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"Dieser Krieg verändert alles."

Kretschmann: Preise steigen und Lieferketten werden unterbrochen

Als Gründe für die zu erwartenden Veränderungen nannte der Ministerpräsident neben den voraussichtlich zehntausenden Geflüchteten, dass auch Preise steigen und Lieferketten unterbrochen würden und damit die Wirtschaft enorm herausgefordert werde. Die Menschen sind laut Kretschmanns Beobachtung sehr solidarisch. Sie begriffen andererseits aber auch, dass es zu gravierenden Einschnitten in ihrem Leben kommen kann.

Regierungserklärung zu Konsequenzen aus Ukraine-Krieg

Kretschmann will sich am 6. April in einer Regierungserklärung im Landtag zu den Folgen des Ukraine-Kriegs und möglichen Belastungen für die Bevölkerung äußern. Bis dahin werde wohl deutlicher, welche Entscheidungen die einzelnen Bereiche der Landesregierung zunächst treffen müssten und "was das für die einzelnen Bereiche der Gesellschaft bedeutet, wie wir uns darauf vorbereiten und was die Bevölkerung erwartet." Kretschmann beabsichtigt, schon in etwa zwei Wochen erste Strukturmaßnahmen deutlich benennen zu können.

"Diese Situation wird uns über Wochen und darüber hinaus fordern."

Auch die Ministerin für Justiz und Migration Marion Gentges (CDU) geht davon aus, dass Baden-Württemberg auf längere Zeit eine wachsenden Zahl von Geflüchteten unterbringen muss. "Wir haben uns auf einen Marathon aufgemacht", sagte sie am Dienstag. Viele Plätze in den Städten und Gemeinden seien durch frühere Geflüchtete schon belegt. "Wohnraum lässt sich nicht unendlich in kurzer Zeit vermehren." Außerdem flüchteten Menschen nicht ausschließlich aus der Ukraine. Die Zahl der Flüchtlinge aus weiteren Ländern steige ebenfalls deutlich.

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