Masken und Rucksäcke hängen an der Garderobe im Flur einer Schule (Foto: Imago, Kirchner-Media)

Geänderte Corona-Verordnung ab 28. August

Corona in BW: Quarantäne-Pflicht in Schulen und Kitas wird gelockert

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In den Schulen und Kitas in Baden-Württemberg gelten ab dem 28. August neue Regeln bei einer Corona-Infektion in einer Gruppe. Dafür wurde die Corona-Verordnung angepasst.

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Bisher wurden Schülerinnen und Schüler in Quarantäne geschickt, wenn sie enge Kontaktpersonen eines oder einer Infizierten aus der Klasse waren. Künftig müssen sich in diesem Fall alle nur noch regelmäßig testen, und zwar fünf Tage lang mindestens einmal täglich und mindestens mit einem Schnelltest - alle außer den bereits Geimpften und Genesenen. Eine eventuelle Quarantäne fällt solange weg, wie bei allen der Test negativ ausfällt. Außerdem muss für fünf Tage auf den gemeinsamen Unterricht beispielsweise mit der Parallelklasse verzichtet werden - unterrichtet werden darf nur in der Originalklasse des oder der Infizierten.

Ausnahmen gelten dem Kultusministerium zufolge für Grundschulen, Grundschulförderklassen, Grundstufen der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Schulkindergärten und Kinder unter acht Jahren. Hier ist nach einem positiven Fall nur ein einmaliger negativer Test vorgeschrieben, bevor sie die Einrichtung wieder betreten.

Inzidenzen sind als Maßstab für Maßnahmen gestrichen

In der geänderten Verordnung gibt es keine Inzidenzen mehr als Schwellenwerte, ab denen Wechsel- oder Fernunterricht vorgeschrieben ist. Auch Sportunterricht ist möglich, solange kein Corona-Fall vorliegt. Wenn es einen solchen Fall gibt, darf nur noch kontaktarmer Sport betrieben werden, außerdem muss die Gruppe dann einen Bereich in der Sporthalle oder auf dem Platz für sich allein haben und alle müssen mindestens anderthalb Meter Abstand zu anderen Klassen und Gruppen halten.

Als Grund für die Maßnahmen nennt das Gesundheitsministerium insbesondere die hohe Impfquote bei Personen über 12 Jahren. Demnach haben 68 Prozent von ihnen die erste Spritze bekommen, 66,5 Prozent sind vollständig immunisiert.

Corona-Testpflicht als "Sicherheitszaun"

Die Maskenpflicht für alle bleibt, ebenso die Testpflicht. Das Kultusministerium nennt sie "Sicherheitszaun". Die gilt allerdings nicht für Geimpfte oder Genesene. Bei der Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung gibt es weiter die bekannten Ausnahmen: Weder beim Sport noch beim Musikunterricht mit Gesang oder Blasinstrumenten muss man eine Maske aufsetzen. Essen und Trinken sind ebenso maskenlos erlaubt wie der Aufenthalt im Freien in der Pause. Das Lüften bleibt obligatorisch - alle 20 Minuten oder, wenn die CO2-Ampel warnt, auch schon früher.

Der reguläre Schulunterricht beginnt in Baden-Württemberg wieder am 13. September. Viele Kitas sind aber offen. Ab Montag nehmen tausende Schülerinnen und Schüler im Land an den Lernbrücken teil, einem Programm, mit dem Lernrückstände aus der Corona-Zeit aufgearbeitet werden sollen.

Änderung auch für Pflegeheime und Krankenhäuser

Wenn jemand in einem Pflegeheim oder Krankenhaus positiv getestet wird, muss die Person auch nicht mehr automatisch in Quarantäne. Ist sie geimpft oder genesen, soll das Gesundheitsamt eine Quarantäne nur noch im Einzelfall anordnen.

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