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Corona hat die Musiker und Intendanz der Württembergische Philharmonie Reutlingen vor große Herausforderungen gestellt. Noch gibt es einiges zu regeln, doch schon bald werden wieder Konzerte geben - unter besonderen Umständen.

Die Zeit des Lockdowns sei für die Künstler hart gewesen, denn sie durften nicht auftreten, sagte der Intendant der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, Cornelius Grube. Es sei wie eine Schockstarre gewesen. Jetzt wollen die Philharmoniker nach vorn schauen und wieder Konzerte auf die Beine stellen. Programm und Besetzung des Orchesters sind wegen der Hygieneregeln aber kleiner.

Württembergische Philharmonie Reutlingen  (Foto: Pressestelle, Württembergische Philharmonie Reutlingen)
Württembergische Philharmonie Reutlingen Pressestelle Württembergische Philharmonie Reutlingen

Chefdirigent sitzt in den USA fest

Die Reutlinger Philharmonie wird voraussichtlich Gastdirigenten engagieren. Denn Chefdirigent Fawzi Haimor sitzt in den USA fest. Auch die Besucherzahl ist begrenzt, damit die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden können. So dürfen statt 1.200 Zuschauer nur 500 in die Reutlinger Stadthalle rein.

Pianisten proben für Konzert im Oktober

Pianist Andreas Grau ist, froh, dass er wieder spielen kann und der Betrieb los geht. Er bereitet sich momentan auf einen Auftritt im Oktober vor. Dann will er zusammen mit seinem Kollegen Götz Schumacher eine Komposition des Reutlinger Komponisten Stephan Boehme spielen.

"Die nächste Spielzeit wird schwierig, aber wir freuen uns, dass wir wieder Konzerte anbieten können."

Der Intendant der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, Cornelius Grube

Mitte September beginnt Spielzeit

Am 21. September 2020 beginnt die neue Spielzeit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen - mit einem Sinfoniekonzert von Tschaikowski und einem jungen Cellisten aus Russland. Für Pianist Andreas Grau und die anderen Musiker ist das dann ein bisschen wie ein Erwachen aus der Schockstarre.

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