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Über 1.500 Menschen haben am Samstag in Tübingen gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung demonstriert. Umweltschützer und Bauern forderten mehr Geld für nachhaltige Landwirtschaft.

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Neben Natur- und Umweltschützern gingen in Tübingen unter anderem auch Landwirte, Bäcker oder Imker unter dem Motto "Agrarwende anpacken, Klima schützen" auf die Straße. Insgesamt 25 Organisationen waren vertreten, darunter der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) oder Brot für die Welt. Auf bunten Plakaten und Bannern war zu lesen: "Essen ist politisch" und "Kurzstreckenflüge nur für Insekten".

"Wir sind alle der Meinung, dass wir Veränderung brauchen", sagt Stefan Klett von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der auf der Demonstration auch als Redner auftrat. Nötig sei eine gemeinwohlorientierte Agrarpolitik, die Gelder nicht nur nach Fläche verteile, sondern auch dem Umweltschutz und sozialen Fragen Rechnung trage.

"Wir haben es satt"-Demo auch in Berlin

Zu der Kundgebung hatte das Bündnis "Wir haben es satt" aufgerufen - ein Zusammenschluss von über 50 Bauern-, Umwelt-, Naturschutz-, Verbraucher- und Entwicklungsorganisationen. Zeitgleich zur bereits dritten Tübinger "Wir haben es satt"-Demo gingen am Samstag auch in Berlin tausende Menschen auf die Straße. Auch sie demonstrierten für mehr Unterstützung für nachhaltige Landwirtschaft, faire Preise für Erzeuger und gesundes Essen für Verbraucher.

Umweltschutz kontra Landwirtschaft?

Während es den "Wir haben es satt"-Demonstranten beim Umweltschutz zu langsam geht, fühlen sich andere Landwirte von zu vielen neuen Vorschriften gegängelt. Sie fühlen sich wirtschaftlich unter Druck und als Sündenböcke für Umweltprobleme. Am Freitag hatten unter anderem Bauern aus ganz Baden-Württemberg in Stuttgart gefordert, bei neuen Umweltauflagen besser einbezogen zu werden. Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, die an diesem Wochenende losgegangen ist, wollen Landwirte mit Verbrauchern und der Politik ins Gespräch kommen.

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