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Schlechte Aussichten für die Windenergie: Weil sich die Bundesregierung nicht auf die Abstände zwischen Windrad und Siedlung festlegt, wartet man im Nordschwarzwald erst einmal ab.

Eigentlich sollte der Regionalverband Vorranggebiete ausweisen mit Flächen, die besonders günstig für Windenergie sind. Aber die Planungen liegen erstmal auf Eis. Am Montag haben die Experten eine Infotour gestartet, um die Gemeinden auf den Stand der Dinge zubringen.

Wie weit weg sollen Windräder stehen?

Beim Auftakt am Montag in Horb (Kreis Freudenstadt) und Bad Wildbad (Kreis Calw) sagte Verbandsdirektor Matthias Proske dem SWR, schuld an der Flaute sei vor allem die Bundesregierung. Sie konnte sich bisher nicht auf neue Abstände für Windräder zu Siedlungen einigen. Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) will tausend Meter festschreiben. Dem Koalitionspartner SPD ist das zu viel, der Windkraftbranche ebenfalls. Vielleicht kommt im Herbst eine Regelung.

Auch Windatlas hat gebremst

Dazu kommt, dass der Regionalverband die Planungen für Vorranggebiete im letzten Jahr eingestellt hat. Denn im Frühsommer hat die Landesregierung einen neuen Windatlas vorgelegt. Der sieht mehr Flächen als bisher für Windkraftanlagen vor. Für den Regionalverband bedeutet das: neu planen. Der Regionalverband will jetzt erst einmal auf die neue Abstandsvorschrift der Bundesregierung warten. Dann werden die möglichen Flächen neu ins Visier genommen.

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