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Von Grundschule bis Gymnasium: Viele Schulleiter sind mit ihrem Job unzufrieden und würden gerne den Arbeitsplatz wechseln. Das ist das Ergebnis einer Studie unter Leitung der Tübinger Universität.

Ideal und Berufsalltag klaffen oft weit auseinander. Demnach würde gerne jede fünfte Schulleitung die Schule wechseln. Die Rektorinnen und Rektoren wollen in ihrem Amt pädagogische Ideen entwickeln. In der Praxis seien sie aber hauptsächlich mit alltäglichen Arbeitsabläufen beschäftigt.

Mehr Stress, wenig Anerkennung

Laut Studie leidet mehr als die Hälfte unter Stress und Überlastung. Rund jede vierte Schulleitung empfindet ein Missverhältnis zwischen beruflicher Verausgabung und Entlohnung durch Einkommen und Anerkennung. Jede sechste Schulleitung zeige Hinweise auf einen Burnout, heißt es. Dabei ist die Motivation hoch. So gaben 95 Prozent der befragten Schulleiter und Schulleiterinnen an, Freude an ihrer Arbeit zu haben. 88 Prozent erlebten ihre Tätigkeit als inspirierend.

Über 400 Schulleitungen deutschlandweit befragt

Für die Studie hatten Bildungswissenschaftler der Universitäten Tübingen, Lüneburg und der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz über 400 Rektorinnen und Rektoren an allgemeinbildenden Schulen in ganz Deutschland befragt. Unter anderem wollten sie herausfinden, warum Menschen eine Schulleitung annehmen oder eben nicht. Ob und warum sie einen Arbeitsplatzwechsel in Betracht ziehen und welchen Einfluss dies auf Schulen in Deutschland hat.

Das Fazit der Wissenschaftler: Zukunftsfähige Schulen bräuchten Schulleiter, mit mehr Freiräumen für neue pädagogische Konzepte.

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