Mehrere Traktoren stehen an einer Straße geparkt. Sie präsentieren Plakate mit Sprüchen, die die Bundesregierung kritisieren.

Spürbare Auswirkungen auf den Verkehr

Alb, Reutlingen, Nordschwarzwald: So verlief der Bauernprotest

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Lisamarie Haas
Lisamarie Haas ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.
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Magdalena Knöller
Magdalena Knöller
Ingemar Koerner
Ingemar Koerner ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

Am ersten Tag der Bauernproteste waren in der Region hauptsächlich Straßen blockiert und der Verkehr behindert. In Reutlingen waren mehrere tausend Menschen bei einer Kundgebung.

In ganz Baden-Württemberg und Deutschland haben am Montag Bäuerinnen und Bauern mit Traktoren und Mahnfeuern demonstriert und viele Straßen blockiert. Davon war auch die Region Neckar-Alb betroffen. Seit dem frühen Morgen gab es vielerorts Verkehrsbehinderungen und Staus. Das SWR Studio Tübingen fast zusammen, wo es zwischen Schwäbischer Alb und Nordschwarzwald Beeinträchtigungen gab.

Mehrere tausend Menschen in Reutlingen

Besonders heraus stach eine Kundgebung in Reutlingen, zu der laut Polizei mehrere tausend Menschen kamen. Im Vorfeld hatte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes, Gebhard Aierstock, weniger erwartet. Neben Bauern und Bäuerinnen waren bei der Kundgebung auch andere Branchen vertreten, zum Beispiel Handwerker, Bäckerinnen und Metzger. Sie unterstützen die Landwirte. Die fordern die Bundesregierung auf, die Subventionen nicht zu streichen.

SWR-Reporterin Lisamarie Haas war bei der Kundgebung in Reutlingen dabei:

Traktoren auf der B27

Auf der B27 zwischen Balingen und Hechingen (Zollernalbkreis) waren Bauern teilweise nur mit 30 Stundenkilometern unterwegs und behinderten den Verkehr massiv. Besonders betroffen war die Straße bei Bad Sebastiansweiler (Kreis Tübingen). Dort ging es teilweise gar nicht oder nur im Schritttempo voran.

Auch im Schwarzwald-Baar-Kreis haben Landwirtinnen und Landwirte den Verkehr auf der B27 stark eingeschränkt. So waren zwischen Donaueschingen und Blumberg, sowie zwischen Schwenningen und Bad Dürrheim insgesamt rund 90 Fahrzeuge unterwegs.

Bauern protestieren auch im Kreis Sigmaringen

Im Kreis Sigmaringen gab es entlang der B311 schon am frühen Montagmorgen punktuell Protestaktionen, zum Beispiel in Meßkirch. Auch in Bad Saulgau und Sigmaringen gingen Landwirtinnen und Landwirte auf die Straßen. Laut einer Mitteilung der Stadt Sigmaringen war ab 10 Uhr ein Demonstrationszug mit mehr als 350 Fahrzeugen ohne Kundgebung angekündigt.

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Proteste im Kreis Reutlingen gehen weiter

Montag war nur der erste Tag der Protestwoche. In den nächsten Tagen setzen die Kreisbauernverbände in der Region auf angemeldete Aktionen oder auf stille Proteste wie das Aufhängen von Schuhen an Ortsschildern. In den nächsten Tagen sind mehrere Mahnfeuer im Kreis Reutlingen geplant: in Gomadingen, Genkingen, St. Johann, Römerstein, Hohenstein und Trochtelfingen.

Auch im Kreis Tübingen wird protestiert

Bauern im Kreis Tübingen planen am Mittwoch eine angemeldete Schlepperfahrt. Sie soll am Nachmittag auf dem Tübinger Festplatz beginnen. "Wir hoffen, dass wir darüber hinaus nicht nochmal auf die Straße müssen", sagte der Tübinger Kreisvorsitzende Jörg Kautt dem SWR. Die Schlepperfahrt endet abends am Ortseingang von Bodelshausen. Im Anschluss soll dort ein Mahnfeuer angezündet werden. 

Aus allen Kreisen wollen Landwirtinnen und Landwirte am Montag, 15. Januar, in Bussen nach Berlin fahren.

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