STAND

Das Landgericht Tübingen hat zwei Ausbrecher aus der Psychiatrie in Calw-Hirsau zu einem Jahr und zwei Monaten Haft verurteilt. Die Liste der Anklagepunkte war lang.

Die beiden Männer haben sich für schweren Raub, schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung zu verantworten, so die richterliche Entscheidung.

Was passierte in Calw-Hirsau?

Im April 2019 überwältigten die beiden Verurteilten mit zwei weiteren Männern Pflegekräfte der Psychiatrie in Calw-Hirsau. Sie nahmen ihnen die Schlüssel ab und flohen. Zwei der vier Männer nahm die Polizei kurz darauf am Bahnhof in Hirsau fest. Die anderen beiden wurden später bei Bad Liebenzell (Kreis Calw) gefasst.

Motiv für den Psychiatrie-Ausbruch

Der 25-jährige Angeklagte habe mit seinem 42-jährigen Komplizen vor der bevorstehenden Rückverlegung ins Gefängnis nochmal die Freiheit genießen wollen, so lautete ihre Begründung für die Aktion. Da die Angeklagten geständig waren und sich bei ihren Opfern entschuldigten, sei der Prozess reibungslos verlaufen, so der Vorsitzende Richter am Tübinger Landgericht.

Mitausbrecher wurden bereits verurteilt

Das Landgericht Tübingen hatte die beiden anderen Komplizen des Ausbruchs bereits im Juni verurteilt. Sie bekamen eine 14- beziehungsweise 15-monatige Gefängnisstrafe. Das Gericht stufte sie als Mitläufer ein.

STAND
AUTOR/IN