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Die Firma Schmalz in Glatten (Kreis Freudenstadt) hat begonnen, ihre Mitarbeiter gegen das Coronavirus zu impfen. Viele Mitarbeiter nützen das Angebot, weil es die Priorisierung aufhebt.

Mitarbeiter der Firma Schmalz in Glatten warten auf eine Impfung beim Modellprojekt impfen im Mittelstand (Foto: SWR, Kay-Uwe Hennig)
Impfstraße bei der Firma Schmalz in Glatten im Kreis Freudenstadt. Kay-Uwe Hennig

Direkt neben der Kantine hat die Firma Schmalz eine kleine Impfstraße aufgebaut, wie in einem Kreisimpfzentrum. Es gibt einen Eingangsbereich mit Bildschirm, einen Flur mit Wartehalle und das Zimmer, wo der Betriebsarzt nach einem Aufklärungsgespräch die Mitarbeiter impft.

Mit Betriebsimpfungen die Pandemie bekämpfen

Die Leiterin des betrieblichen Corona-Krisenstabs, Qualitätsmanagerin Manja Hies, hat das Ganze organisiert. Der offizielle Startschuss für die Teilnahme am Landes-Pilotprojekt fiel Anfang Mai. Jetzt wird bei Schmalz geimpft. Man habe sich schon im Vorfeld gut vorbereitet, so Hies.

"Wir sehen das Thema Impfen als den wichtigsten Faktor zur Bekämpfung der Corona-Pandemie."

Vorteil der Betriebimpfung: Priorisierung ist aufgehoben

Wie in einem Impfzentrum gibt es auch einen Ruhebereich, wo die Geimpften noch eine Viertelstunde ausharren müssen. Alexandra Wirth ist als erste bei Schmalz geimpft worden. Den Pieks hat sie gar nicht gespürt. Es geht ihr gut. Wie jeder habe auch sie sich Gedanken im Vorfeld gemacht, ob sie sich impfen lassen möchte. Doch im Betrieb geimpft zu werden, habe den Vorteil, unabhängig von der Priorisierung an eine Impfung zu kommen. Über 500 Mitarbeiter werden in den nächsten Tagen noch von Andreas Kreidler geimpft.

"Wir verstehen das Pilotprojekt schon so, dass man möglichst viele Erfahrungen sammeln kann und die weitergeben kann. Damit die Impfungen möglichst reibungslos abgehen."

Mit der Initiative des Sozialministeriums und der Industrie- und Handelskammer soll herausgefunden werden, wie betriebliches Impfen in Zukunft flächendeckend erfolgreich gelingen kann.

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