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Allzu spannend war sie nicht, die Wahl des neuen Landrats im Kreis Reutlingen. Ulrich Fiedler galt als Favorit. Die Stimmenverteilung der Kreisräte spiegelte das deutlich wieder.

Der Kreistag hat Ulrich Fiedler (Freie Wähler) am Montagnachmittag mit deutlicher Mehrheit gewählt. Er bekam 51 Stimmen, sein Gegenkandidat Richard Wiedemann zehn Stimmen bei einer Enthaltung. Richard Wiedemann, Verwaltungsrichter aus Augsburg, war sein einziger Mitbewerber um den Posten, den bisher Thomas Reumann inne hat. Nach 16 Jahren im Amt war Reumann nicht mehr zur Wahl angetreten.

Aussöhnung ganz wichtig

51 der 62 Kreisratsmitglieder, die an der Abstimmung in der Wannweiler Uhlandhalle teilnahmen, stimmten gleich im ersten Wahlgang für Ulrich Fiedler. Er hatte bei seiner Rede vor dem Kreistag betont, dass er daran arbeiten wolle, den Landkreis und die Stadt Reutlingen wieder zu versöhnen. Man war lange Zeit entzweit, weil die Stadt Reutlingen - am Ende erfolglos - die Auskreisung aus dem Landkreis beantragt hatte.

Gerne mehr Verantwortung

Der Kreis solle aber auch familiengerechter werden, erklärte er in seiner Rede. Klimaschutz und Mobilität stehen ebenfalls auf der Agenda des künftigen Landrats. Fiedler sagte dem SWR, sein Amt als Oberbürgermeister von Metzingen habe ihn immer erfüllt. Aber er habe Lust, noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

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