STAND

Die Impfungen laufen und vielleicht ist Corona bald keine Bedrohung mehr. Doch es wird immer wieder Erkrankte geben. Die Tübinger Firma Atriva arbeitet daran, dass es für diese Fälle Medikamente gibt.

Die Berliner Charité beginnt mit einer Studie, die untersucht, wie eine neu entwickelte Arznei zur Behandlung von Corona-Infektionen wirkt. Dieses Medikament haben Virologen des Tübinger Biotech-Unternehmens Atriva entwickelt. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die zweite Phase der klinischen Studie genehmigt.

Tests für mittelschwer Erkrankte

Das Tübinger Medikament soll an 220 mittelschwer bis schwer erkrankten Patienten getestet werden. Diese Patienten wurden ins Krankenhaus aufgenommen, aber eine Beatmung ist bei ihnen nicht erforderlich. Das Präparat soll doppelt wirken: Die Ausbreitung des Virus im Körper hemmen und gleichzeitig das Immunsystem stärken.

Mehr Geld gefordert

Für die Finanzierung der Arzneimittelentwicklung brauchte die Firma Investoren. Denn die Therapie-Forschung wird vom Bund nicht in gleichem Maße unterstützt wie die Impfstoff-Entwicklung. Gemeinsam mit drei weiteren deutschen Biotech-Unternehmen fordert Atriva finanzielle Hilfen, damit man die lebenswichtigen Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Patienten auf den Markt bringen könne.

Atriva ist nach eigenen Angaben Vorreiter bei der Entwicklung von Antivirus-Therapien und hat mehrere Forschungsverträge mit der Universität Tübingen.

Mehr zu Atriva

Biotech-Unternehmen nach ersten Studien zuversichtlich Tübinger Corona-Medikament bereit für Tests mit Patienten

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Atriva will im Oktober damit beginnen, ein Medikament gegen Covid-19 an Patienten zu testen. Erste Studien haben gezeigt, dass es wirksam sein könnte.  mehr...

STAND
AUTOR/IN