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Orchideen, Christrosen, Amaryllis und Alpenveilchen: Gärtner, etwa in Tübingen, haben sie gezielt gezogen, als feierliche Dekoration für die Weihnachtsstuben ihrer Kunden. Jetzt landen sie wohl auf dem Kompost.

Die Gärtnerei Sinner, am Ortseingang Tübingens hat 18.000 Quadratmeter Anbaufläche am Rande des Ammertals. Im Sommer wachsen da Tomaten und Salate, im Winter Alpenveilchen, Primeln und alle möglichen Weihnachtsblumen. Normal verkauft habe er in diesem Jahr aber nur Christbäume, sagt Gärtner Andreas Sinner.

Gärtner Andreas Sinner in seiner Gärtnerei umrahmt von violett-weißen Blumen. (Foto: SWR, Bertram Schwarz)
Der Tübinger Gärtner Andreas Sinner lacht zwar fürs Foto - die Stimmung sei aber trübe, sagt er. Bertram Schwarz

Frische Blumen kauft man kurz vor den Feiertagen

Die Hälfte seiner Mitarbeiter musste er in den Urlaub schicken, erzählt er, ein paar Floristen bearbeiten Bestellungen zum Ausliefern. Normalerweise stünden die Kunden zu dieser Jahreszeit Schlange im Laden. Einige tausend Euro habe er durch den Lockdown bereits verloren, meint Sinner. Orchideen und Christrosen werden verblühen und im Januar auf dem Kompost landen.

Online-Shop begrenzt den Schaden

Auch der Tübinger Blumenhändler Reibold rechnet mit großen Verlusten in diesem Jahr. Immerhin hat er seinen Online-Shop knapp vor der Corona-Krise ausgebaut, das lohne sich jetzt. Trotzdem könne er die Verluste aus dem direkten Verkauf nicht ausgleichen, sagt Chef Michael Reibold.

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