Roboter der TRIQBRIQ AG in der neuen Fertigungsanlage für Holzbausteine in Tübingen (Foto: SWR, Matthias Neumann)

Holzreste werden Baustoff

Neue Fertigungsanlage für nachhaltige Holzbausteine in Tübingen

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Ein Tübinger Unternehmen fertigt aus für Baustellen unbrauchbarem Holz nachhaltige Holzbausteine und Bauelemente. Am Mittwoch wurde eine neue Produktionsanlage eröffnet.

In der neuen Fertigungsanlage verarbeitet die TRIQBRIQ AG in Tübingen Holz, das für Bauzwecke eigentlich ungeeignet ist. Das mehrfach ausgezeichnete Startup-Unternehmen hat Methoden entwickelt, daraus nachhaltige Holzbausteine und Bauelemente herzustellen.

Von der Eröffnung des neuen Werks die Reportage von Stefanie Assenheimer:

Bäume, die bei einem Sturm umknicken oder vom Borkenkäfer befallen sind, gelten in der Holzbauindustrie als unbrauchbar. Doch anstatt diese Bäume einfach zu verbrennen oder zu schreddern, werden sie von TRIQBRIQ weiter verwertet.

Umweltfreundliche Produktion von robusten Holzbausteinen in Tübingen

Das junge Unternehmen nutzt das sogenannte Schwach- oder Schadholz und fertigt daraus verschieden lange Holzbalken. Die werden zusammengesteckt oder aufeinander gestapelt und mit Holzdübeln befestigt. Das Ergebnis sind robuste Holzbausteine, die dann wiederum, ähnlich wie Ziegel- oder Kalksandsteine, in der Bauindustrie verwendet werden können.

CO2 binden und Energie einsparen: Nachhaltige Steine für den Hausbau

Aus Sicht des Unternehmens kann durch das Konzept der Nachhaltigkeitsstandard im Rohbau, insbesondere in den Bereichen CO2-Bindung und Energieeinsparung, maßgeblich vorangetrieben werden. Weil Planung und Montage einfach und schnell von statten gehe, werde das Erreichen der Klimaziele im Bausektor, zum Beispiel beim Hausbau, damit realisierbar, so das Unternehmen.

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