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Die Corona-Fallzahlen steigen. In Arztpraxen und Kliniken werden deshalb die Schutzausrüstungen knapp. Einige Unternehmen in der Region stellen jetzt ihre Produktion um, so auch Trigema in Burladingen.

Die Mitarbeiter von Trigema in Burladingen (Zollernalbkreis) nähen seit Donnerstag weniger Poloshirts dafür Mundschutzmasken. Man habe zahlreiche Anfragen von Kliniken, Händlern und Institutionen bekommen, sagte Trigema-Chef Wolfgang Grupp dem SWR. Auch Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) habe sich direkt an das Unternehmen gewandt, mit der Bitte um Unterstützung.

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"Man muss unterscheiden zwischen den Produkten, die im Operationssaal verwendet werden. Wir machen das ganz normale Produkt. Wir haben keine Wegwerfmaske, sondern eine zum Waschen."

Trigema-Chef Wolfgang Grupp

10.000 Atemmasken für Klinikum

Zunächst sollen 10.000 Mundschutzmasken für das Zollernalb Klinikum mit seinen Häusern in Balingen und Albstadt entstehen. Bis kommende Woche will das Unternehmen die Kapazitäten steigern und 100.000 Masken in der Woche nähen können.

Auch Wäschehersteller Mey reagiert

Auch die Firma Mey aus Albstadt reagiert auf die Corona-Krise. Man stelle die Fertigung in Teilbereichen auf die Produktion von Mund- und Nasenschutz um, so das Unternehmen. Aktuell liefen die letzten Tests, ab kommender Woche wolle man mit der Produktion beginnen. "Wir hoffen mit dieser Maßnahme einen kleinen Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus leisten zu können", sagte Matthias Mey, Managing Partner der Mey Unternehmensgruppe.

Spuckschutzscheiben

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Laut Sozialministerium bieten immer mehr Unternehmen aus dem Land ihre Hilfe in der Corona-Krise an. Neben Mundschutz, würden sie auch Spuckschutzscheiben zum Beispiel für Supermarktkassen und Schutzkittel produzieren. Auch erste Angebote zur Herstellung einfacher Beatmungsmasken prüfe man derzeit.

Meisten Masken aus Asien

Die meisten Atemschutzmasken kommen normalerweise aus Asien. Wegen Corona gibt es seit Januar einen Exportstopp. Die Deutschen Hersteller kommen mit dem Produzieren kaum hinterher. Auch bei der Firma Moldex in Walddorfhäslach (Kreis Reutlingen) macht die Belegschaft Überstunden.

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