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Politiker, Buchautor und Talkshowgast: Jürgen Todenhöfer hat für manche Schlagzeile gesorgt. Jetzt hat der frühere Tübinger CDU Bundestagsabgeordnete verkündet, dass er die CDU verlässt und eine neue Partei gründen will.

Nach 50 Jahren Mitgliedschaft werde er aus der CDU austreten und eine neue Partei gründen, teilte Jürgen Todenhöfer am Donnerstag zu seinem 80. Geburtstag mit. Worum es bei der neuen Partei inhaltlich gehen soll, bleibt diffus. Er schreibt: "Gegen die Doppelmoral und Heuchelei. Für eine neue ehrliche Politik". Zur Bundestagswahl wolle das "Team Todenhöfer" mit sehr jungen Kandidaten und vielen Frauen antreten.

Jürgen Todenhöfer bei der Talkshow 3nach9, Radio Bremen (Foto: dpa Bildfunk, Ingo Wagner)
Jürgen Todenhöfer bei einer Talkshow von Radio Bremen Ingo Wagner

Keine Anti-Corona-Demo

Die Auftaktveranstaltung, zu der er aufrief, sollte am Donnerstagabend am Berliner Brandenburger Tor sein. Todenhöfer betonte ausdrücklich, dass es sich nicht um eine Anti-Corona-Veranstaltung handle. Die Corona-Pandemie nehme er ernst.

Für Wahlkreis Tübingen im Bundestag

Jürgen Todenhöfer kam 1972 über die Landesliste der CDU Rheinland Pfalz in den Bundestag und war von 1980 bis 1990 direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Tübingen. Im Bundestag war er unter anderem entwicklungspolitischer Sprecher seiner Partei und wurde dem konservativen Flügel zugeordnet.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag machte Todenhöfer als Publizist von sich reden. Der ehemalige Richter und langjährige Burda-Manager kritisiert bis heute scharf die westliche Politik und die Rolle der USA im Umgang mit dem Irak und Afghanistan.

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Jürgen Todenhöfer

Publizist und Bestsellerautor. War mit Giftkapsel zehn Tage bei den Gotteskriegern des IS und schrieb einen Bestseller über diesen Höllentrip.  mehr...

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