Umweltfreundlichere Mobilität

Testfahrt für Zug mit Wasserstoffantrieb in Gammertingen

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Bahnfahren soll umweltfreundlicher werden. Eine Möglichkeit sind Wasserstoffzüge. Ein solcher wird zum ersten Mal in Baden-Württemberg getestet, und zwar auf der Zollernalbbahn.

Ein Zug mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie wird auf den Strecken Eyach - Hechingen beziehungsweise Hechingen - Gammertingen - Sigmaringen fahren. Ab kommender Woche wird der spezielle Zug vom Typ "Alstom Coradia iLint" voraussichtlich ein halbes Jahr lang im Regelbetrieb auf der Zollernalbbahn getestet. Verantwortlich dafür sind das Verkehrsministerium, der Fahrzeughersteller Alstom und die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG).

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Verkehrsminister Hermann freut sich über Testphase

Der baden-württembergische Verkehrsminister Hermann (Grüne) hat am Montag an einer Testfahrt teilgenommen. Insgesamt waren rund 50 Passagiere bei der Testfahrt dabei. Erste Gespräche über einen solchen Zug gab es bereits vor sieben Jahren.

"Mit den Erfahrungen im Echtbetrieb können alternative Antriebe weiterentwickelt und ihre Marktreife verbessert werden."

Moderne Mobilität sollte laut Hermann klimafreundlich sein. Daher habe das Land ein umfassendes Elektrifizierungskonzept für die Bahn erstellt. Wo Elektrifizierung nicht möglich sei, seien Triebwagen mit Brennstoffzelle die moderne Antwort auf Dieselloks.

Die Vor- und Nachteile der Technologie und wie der Zug funktioniert, erklärt SWR Umweltredakteur Martin Thiel.

Probebetrieb musste verschoben werden

Eigentlich war der Start des Probebetriebs bereits im Mai geplant. Zu diesem Zeitpunkt konnte aber kein Wasserstoff geliefert werden. Mittlerweile gebe es einen neuen Lieferanten, so Stefan Schrank von Alstom.

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