Streik IG Metall Bosch Reutlingen (Foto: SWR, Ingemar Koerner)

Tarifrunde Metall und Elektro 2022

IG Metall setzt Streiks in Reutlingen und Tübingen fort

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In der Metall- und Elektrobranche sind am Freitag die Warnstreiks fortgesetzt worden. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Geld.

Am Freitag kam es zu weiteren Warnstreiks in der Region Reutlingen-Tübingen. Über 1.400 Mitarbeitende gingen dort auf die Straße, die meisten davon sind laut der IG Metall in der Produktion beschäftigt. Anfang der Woche wurde bereits bei einem Baumaschinenhersteller in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) und bei Bosch in Reutlingen gestreikt.

Warnstreiks in mehreren Landkreisen

Insgesamt haben in Baden-Württemberg laut IG Metall am Freitag 1.900 Beschäftigte aus der Metall- und Elektroindustrie gestreikt, davon allein 1.100 bei ElringKlinger in Dettingen an der Erms (Kreis Reutlingen). Bei Siemens in Tübingen-Kilchberg, Wafios in Reutlingen und Uraca in Bad Urach sollen insgesamt 320 Beschäftigte gestreikt haben, viele davon aus der Produktion. Auch in den Kreisen Calw und Freudenstadt beteiligten sich sechs Betriebe, so die IG Metall Freudenstadt.

Viele Streikende bei Bosch in Reutlingen

Streik bei Bosch in Reutlingen (Foto: SWR, SWR, IG Metall)
Bei Bosch in Reutlingen haben viele Beschäftigte gestreikt. SWR, IG Metall

Mit Fackeln, Fahnen und Transparenten waren viele Beschäftigte der Nachtschicht vor das Bosch-Areal in Reutlingen gezogen und hatten sich zur Kundgebung versammelt. Man wolle der Arbeitgeberseite die Ernsthaftigkeit des Tarif-Konflikts und die Entschlossenheit der Beschäftigten vor Augen führen, teilte die Gewerkschaft mit. Die Arbeitgeber hätten mit 3.000 Euro Inflationsausgleich ein unzureichendes Angebot auf den Tisch gelegt. Die IG Metall fordert dauerhafte Lohnerhöhungen.

"Das Arbeitgeberangebot aus der dritten Verhandlungsrunde ist eine absolute Frechheit.

Die IG Metall fordert für die rund eine Million Beschäftigten in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie 8 Prozent Entgelterhöhung auf 12 Monate. Wie ernst es Südwestmetall mit der Lösungssuche sei, zeige sich dann bei der nächsten Verhandlung am 8. November, heißt es in einer Mitteilung der IG Metall Baden-Württemberg.

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