Stadtwerke können Gaspreise teilweise reduzieren

Gasumlage gekippt: Stadtwerke Tübingen und Sigmaringen erleichtert

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Die Stadtwerke Tübingen, Sigmaringen und Hechingen sind zufrieden. Die Bundesregierung hat die Gasumlage zurückgezogen. Jetzt können die Stadtwerke die Gaspreise reduzieren.

Geldscheine vor einem Gas-Zähler (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / SVEN SIMON | Frank Hoermann / SVEN SIMON)
Gut für die Verbraucher: Durch den Wegfall der Gasumlage müssen einige Stadtwerke die Preise nicht wie geplant erhöhen. picture alliance / SVEN SIMON | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Die Stadtwerke in der Region freuen sich, dass die Gasumlage von der Bundesregierung wieder zurückgenommen wurde. Sie bestätigen: Ihre Kunden dürfen niedrigere Gaspreise erwarten.

Stadtwerke senken teilweise die Preise - und ärgern sich

Die Stadtwerke Tübingen, Sigmaringen und Hechingen (Zollernalbkreis) geben auf SWR-Anfrage an: Dadurch, dass die Gasumlage wegfalle, müssten sie die Preise nicht wie geplant erhöhen - teilweise könnten sie Abschlagszahlungen sogar neu berechnen und reduzieren.

Für Ärger sorgte bei den Energieversorgern das kurzzeitige Hin und Her, das ihnen viel Arbeit und Kosten verursacht habe. So seien zweimal Arbeitsstunden und Aufwand angefallen: zuerst in der Vorbereitung der Gasumlage, nun durch die Rücknahme. Auf diesen Kosten blieben die Stadtwerke nun sitzen.

Handwerk und Verbraucher profitieren

Auch die Handwerkskammer Reutlingen begrüßt den sogenannten "Abwehrschirm": Er entlaste die Verbraucher und die Handwerksbetriebe. Handwerkskammerpräsident Harald Herrmann ist erleichtert:

Der Abwehrschirm ist endlich eine Entlastung für unsere Handwerksbetriebe, die in den bisherigen Entlastungspaketen nicht berücksichtigt wurden. Das ist eine sehr gute Nachricht.

Gaspreise sinken um bis zu 2,4 Cent pro Kilowattstunde

Ursprünglich war geplant, dass die Gaspreise zum 1. Oktober durch die Umlage um rund 2,4 Cent pro Kilowattstunde steigen sollten. Dieses Vorhaben hat die Bundesregierung zwei Tage vor ihrem Inkrafttreten kassiert. Als Grund gibt sie an, dass sie die Bürgerinnen und Bürger entlasten wolle. Zudem seien die Einnahmen aus der Umlage nun nicht mehr nötig. Denn die Profiteure - die deutschen Gasimporteure wie Uniper - sind inzwischen teilweise verstaatlicht.

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