Volle Intensivstationen wegen steigender Corona-Zahlen

Notbetrieb in SRH Kliniken im Kreis Sigmaringen

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AUTOR/IN
Sarah Beschorner

Die Inzidenzlage im Kreis Sigmaringen ist kritisch. Die SRH Kliniken rechnen daher mit weiteren Corona-Patienten auf den Intensivstationen. Nun wird auf Notbetrieb umgestellt.

Damit werden stationäre Behandlungen fast ausschließlich auf die Intensiv- und Notfallversorgung und auf absolut dringliche stationäre Behandlungen eingeschränkt, teilen die SRH Kliniken mit. Dieser drastische Schritt sei erforderlich, damit genügend Personal da sei.

Auch die Atemwegserkrankungen nehmen zu

Denn anders als in den vergangenen Corona-Wellen nimmt derzeit auch die Zahl der Atemwegsinfektionen stark zu. Alle Kliniken sind deswegen landesweit vergleichbar stark ausgelastet. Die SRH Kliniken im Kreis Sigmaringen bitten daher die Bevölkerung in dieser pandemiebedingten kritischen Lage ausschließlich bei Notfällen und dringlichen Akutfällen die Kliniken in Sigmaringen, Pfullendorf und Bad Saulgau aufzusuchen.

OP-Tisch mit Instrumentarium (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Maurizio Gambarini)
Planbare Operationen werden verschoben. Die SRH Kliniken im Kreis Sigmaringen stellen aufgrund der kritischen Corona-Inzidenzlage auf Notbetrieb um. (Symbolbild) picture alliance / dpa | Maurizio Gambarini

Intensivstation zu rund 50 Prozent ausgelastet

Bereits seit mehreren Tagen liegen aud der Intensivstation am SRH Krankenhaus Sigmaringen bis zu rund 50 Prozent Corona-Patienten. Auf der Isolierstation sind derzeit 14 Patienten. Bereits Ende Oktober hatten die SRH Kliniken die planbaren stationären Operationen und Behandlungen stark eingeschränkt.

Kapazität der Intensivpflege wird erhöht

Die Behandlung von Corona-Patienten findet weiterhin ausschließlich am Standort Sigmaringen statt. Hier gibt es eine zentrale Corona-Isolierstation, in der bis zu 22 infizierte Patienten behandelt werden können. Eine Ausweitung sei bis auf 42 Betten möglich. Das Pflegepersonal der drei Krankenhausstandorte werde im jetzigen Notbetrieb am Standort Sigmaringen konzentriert, um insbesondere auch die Kapazität in der Intensivpflege erhöhen zu können, so die SRH Kliniken. An allen drei Standorten sind Besuche noch erlaubt. Allerdings eingeschränkt. So gilt die Regel: Ein Besucher pro Tag pro Patient für eine Stunde.

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