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Ein Unbekannter hat wohl eine Drohne eingesetzt, um heimlich Aufnahmen von Studentinnen in Tübinger Wohnheimen zu machen. Die Polizei hat den Vorfall bestätigt. Die Kriminalpolizei ermittelt bereits.

Wegen der laufender Ermittlungen will die Polizei aber keine näheren Angaben machen, aus ermittlungstaktischen Gründen, wie es hieß. In den vergangenen Tagen hatten sich Studentinnen beklagt, dass sie in ihren Wohnungen im Studentendorf Waldhäuser-Ost heimlich fotografiert wurden. Das Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim erfuhr am Wochenende davon und ist seither in Kontakt mit der Polizei. Wie ein Sprecher mitteilte, hat der Spanner sein Unwesen offenbar nicht nur in Tübingen getrieben, sondern auch rund um Sindelfingen.

Influencerin hat Vorfälle aufgedeckt

Über Instagram hätten Tübinger Studentinnen erfahren, dass offenbar im Darknet heimlich aufgenommene Fotos aufgetaucht seien. Abgebildet seien Studierende in Unterwäsche oder beim Geschlechtsverkehr. Eine Influencerin hatte auf Instagram über die Aktivitäten des Voyeurs berichtet. Außerdem soll der Spanner ein Satellitenbild vom Studentendorf Waldhäuser-Ost veröffentlicht haben, wo er mit roten Pfeilen gekennzeichnet hat, welche Frau er bei welchen Aktivitäten fotografiert hat.

Hilfe für Opfer des Spanners

Das Studierendenwerk hat einen Sicherheitsdienst organisiert, nachdem die Vorfälle am Wochenende bekannt wurden. Es ruft Opfer des Spanners dazu auf, sich zu melden. Sollten sich Studentinnen so unsicher fühlen, dass sie umziehen möchten, dann leistet das Studierendenwerk Hilfe.

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