Fingerfood (Foto: SWR, Matthias Neumann)

Sommertour SWR Studio Tübingen

Fingerfood für Demenzkranke in Münsingen

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Unsere Sommertour zum Thema Ernährung widmet sich in dieser Woche einigen besonderen, weitgehend unbekannten Schmankerln.

SWR-Reporter Bertram Schwarz hat in Münsingen (Kreis Reutlingen) etwas Einmaliges entdeckt: Im dortigen Martha-und-Paul-Stäbler-Stift gibt es Fingerfood für Demenzkranke.

Bratkartoffeln, Maultaschen und Kuchen als Fingerfood

In der Küche der Hausgemeinschaft an Demenz erkrankter Menschen wird alles in Form von Fingerfood zubereitet. Dabei brauchen die Bewohner nicht auf lieb gewonnene Kost zu verzichten. Selbst gebackene Kuchen, belegte Brote, Gurken und Karotten oder sogar Bratkartoffeln, Fleischküchle und Maultaschen werden in handliche Formate gebracht.

Den Bedürfnissen gerecht werden

Mit dem Fortschreiten der Krankheit können die meisten nicht mehr mit Messer und Gabel essen. Dazu kommt der große Bewegungsdrang, den manche Erkrankte haben und der die gewohnten Tischsitten verändert. In der großen offenen Küche wird von den Betreuerinnen selbst gekocht. Wenn es dann herrlich duftet und auch noch die Essenswünsche der Bewohner berücksichtigt werden, ist die Welt wieder für eine Zeit in Ordnung.

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