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Wie ist das eigentlich, wenn man in einer Psychiatrie ist? Greta und Maria wissen das. Sie waren zeitweise Patienten dort und berichten von ihren Erfahrungen - wie auch die Behandler vor Ort.

Heute studiert Greta Jura. Doch das war für sie nicht immer ihr Alltag: Ein Jahr lang war Greta wegen Magersucht immer wieder in Behandlung in einer Psychiatrie. Dort - so erzählt sie - ging es oft darum, mit Therapeuten über Kalorien zu diskutieren - und zwar darüber, ob nun Butter aufs Brötchen muss oder doch nur der etwas kalorienärmere Quark.

Greta bei der Psychiatrie (Foto: SWR, SWR/Landesschau)
Greta bei der Psychiatrie: Gerade ist sie Besucherin statt Patientin. SWR/Landesschau

Wie sieht ein Leben in der Psychiatrie aus?

Für eine SWR-Dokureihe wurde Gretas Weg noch mal aufgenommen: Wie wurde in der Psychiatrie mit ihr gearbeitet? Was hat ihr geholfen? Aber auch: Wie führt der Weg für Patienten wieder raus aus der Psychiatrie?

Wie ist es, wenn man in einer Psychiatrie behandelt?

Zu einer Psychiatrie gehören nicht nur die Patienten, sondern auch die behandelnden Psychiaterinnen und Psychiater an der Tübinger Kinder- und Jugendpsychiatrie. Auch sie werden in der Dokureihe begleitet. Und sie zeigen: Therapien gibt es in vielen verschiedenen Formen. Die bekannteste Form der Therapie ist die Gesprächstherapie.

Mittlerweil gibt es aber auch andere Ansätze wie therapeutisches Reiten. In der Tübinger Psychiatrie wird außerdem auf Bogenschießen und Klettern gesetzt. Die beiden kletternden Psychologen dürfen zwar wegen der Coronavirus-Pandemie gerade nicht mit ihren Patienten trainieren, dafür aber gemeinsam Übungen für die nächsten Therapiestunden testen.   

Was, wenn Therapien nicht anschlagen?

Aber was, wenn weder Therapien noch Medikamente anschlagen? In einem Teil der Dokureihe geht es um die 23-jährige Maria und ihr Schicksal. Für sie der letzte Schritt: Per Staatsanwaltshaft wird die Fixierung  angeordnet - auf einer Matratze am Boden wird sie zur Ruhe gezwungen.

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