Schnupperkurs im Wald bei Bad Niedernau

Schwäbischer Albverein zeigt, wie man Wege pflegt

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Der Schwäbische Albverein kümmert sich um viele Kilometer Wanderwege. Dabei muss ein Wegewart einiges beachten. Was, haben Interessierte in Bad Niedernau am Wochenende erfahren.

Die schönste Tour kann es dem Wanderer verhageln, wenn der Weg schlecht markiert ist und er sich verläuft. Damit das nicht passiert sucht und schult der Schwäbische Albverein Wegepaten, also Ehrenamtliche, die eine Route betreuen. Das heißt Wegepaten müssen mindestens zwei mal im Jahr ihre Wege ablaufen und sich um die Beschilderung kümmern. Doch was heißt das? Den Schnupperkurs in Bad Niedernau (Kreis Tübingen) leitet Gauwegmeister Norbert Kohler.

SWR Reporterin Stefanie Assenheimer berichtet über den Schnupperkurs:

Er erklärt seiner Gruppe zunächst die vielen verschiedenen Wanderschilder. Was bedeuten die Punkte, Dreiecke und Striche? Wie kommt das Wanderschild an den Baum? Und wo sollte es hängen? Was ist in Kreuzungen zu beachten? Das sind Dinge, die Wegepaten wissen müssen.

Richtiges Werkzeug wichtig

Zudem braucht es das richtige Werkzeug: Hammer, Zange, Nägel, Nageleisen und Ersatzschilder. Manchmal seien die Markierungen auch vermoost, sagt Kohler und präsentiert sein neuestes Arbeitsgerät, einen Wischmop mit Teleskoparm. Denn manches Wanderschild hänge recht weit oben.

Norbert Kohler vom Schwäbischen Albverein kümmert sich um Wanderwege in der Region um Tübingen und gibt Kurse zur Wegearbeit. (Foto: SWR)
Norbert Kohler vom Schwäbischen Albverein kümmert sich um Wanderwege in der Region um Tübingen und gibt Kurse zur Wegearbeit.

Im Wald bei Bad Niedernau zeigt Gauwegmeister Kohler, dass Schilder an Bäumen locker angenagelt sein sollten, damit das Schild nicht einwächst. Und ganz wichtig, Wegepaten müssen wissen, wo auf der Strecke ein Schild hängt. Denn es kommt immer wieder vor, dass Bäume samt Markierung umkippen, dann tappt, wer unterwegs ist, im Dunkeln. Das will der Schwäbische Albverein auf seinen Wanderwegen auf jeden Fall verhindern.

Infos zum Schwäbischen Albverein

Derzeit umfasst das Wegenetz des Schwäbischen Albvereins nach eigenen Angaben rund 19.000 Kilometer markierter Wanderwege zwischen dem Taubertal und dem Bodensee. Um die Wanderwege kümmern sich derzeit in ganz Württemberg knapp 700 ehrenamtliche Wegewarte sowie Wegepaten, die einzelne kürzere Streckenabschnitte übernehmen.

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