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Schülerinnen und Schüler an der Tübinger Gemeinschaftsschule West haben in den vergangenen Monaten mehr Homeschooling als Präsenzunterricht erlebt. Nun gab es eine Woche, in der alle für mindestens bis zu drei Tage in die Schule durften - mit Test.

Schulleiterin Angela Keppel-Allgaier und ihr Team fanden es neu und aufregend, wieder einmal viele Stimmen im Hause zu hören. Zuletzt durften nur Abschlussklassen in der Schule unterrichtet werden.

Gemeinschaftsschule West in Tübingen nach einer Woche im Wechselunterricht (Foto: SWR, Theresa Krampfl)
So leer wird es um die Tübinger Gemeinschaftsschule West auch in der letzten Aprilwoche wieder aussehen. Theresa Krampfl

Schülerinnen, Schüler und Eltern schilderten ihre Erfahrung mit dem Wechselunterricht als etwas verwirrend und anstregend. Die Zeit Ende März, als ihr Sohn noch die ganze Woche in die Schule durfte, sei deutlich besser gewesen, sagte ein Elternpaar dem SWR. Der halbe Montag in der Schule, Dienstag und Mittwoch zuhause, Donnerstag und Freitag wieder in der Schule, das habe für Unruhe gesorgt.

Wechselunterricht schafft Wechselbad der Gefühle

Jeden Tag habe man anders planen müssen. Die Eltern waren froh, dass ihre Arbeitgeber Verständnis zeigten. Dennoch sei es wichtig für den Sohn gewesen, die Schule wieder einmal von innen sehen zu dürfen. Viel lieber als zuhause lerne er in der Schule, wo er schnelle Rückmeldungen bekomme und seine Freunde sieht. Die Aussicht auf erneutes Homeschooling in der kommenden Woche wegen der sogenannten Bundes-Notbremse erzeuge ein Wechselbad der Gefühle, so seine Eltern - zwischen Wut und Enttäuschung.

Viel Aufwand für eine Woche Wechselunterricht

Die Schulleiterin Keppel-Allgaier bedauert, dass sie mit ihrem Kollegium tagelang Pläne für den Wechselunterricht für eine einzige Woche geschmiedet hat. Denn nun soll es schon wieder vorbei sein.

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