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Die historische Häuserzeile Oberamteistraße in Reutlingen ist baufällig. Sie zu retten kostet mehrere Millionen Euro. Darüber wird seit über 30 Jahren gestritten. Jetzt hat der Gemeinderat entschieden.

Trotz Finanzkrise und sinkender Einnahmen will die Stadt Reutlingen viel Geld in die Hand nehmen - für die Sanierung der mittelalterlichen Häuserzeile Oberamteistraße. Der Reutlinger Gemeinderat hat am Donnerstagabend den Weg dafür frei gemacht. Zudem stimmte er auch für einen umstrittenen Glasbau. 2022 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Das Modell eines Glashauses in Reutlingen (Foto: SWR, Anne Schmidt)
Umstrittener Glasbau als Modell: So soll das moderne Bauwerk in der Reutlinger Altstadt mal aussehen. Der Glasbau wird dann die historischen Häuser stützen. Anne Schmidt

"Gemeinderat hat Mut bewiesen"

"Es ist unsere verdammte Pflicht, das Wenige, das wir haben zu bewahren", sagte der Reutlinger Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD). Trotz finanziell schwierigen Zeiten habe der Gemeinderat Mut bewiesen.

Bund beteiligt sich an Kosten

Über 17 Millionen Euro wird die Sanierung der ältesten Häuserzeile Süddeutschlands kosten, für die auch Fördermittel des Bundes fließen sollen. Die acht Millionen für den ersten Bauabschnitt hat der Gemeinderat nun genehmigt.

Glashaus als Stütze

Das Glashaus wird aus Holzfachwerk in Form des ursprünglichen Hauses erbaut und soll dazu dienen, die benachbarten Häuser zu stützen. Errichtet wird es über einem historischen Keller. Es soll später für Kulturveranstaltungen genutzt werden.

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