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Tübingen ist als "Corona-Modellstadt" am Dienstag gestartet. Das heißt: Theater, Museen, Kinos und Außengastronomie haben wieder offen. Wer rein möchte, muss sich vorher testen lassen.

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Gastronomen und Kulturschaffende in Tübingen können loslegen - auch das Landestheater Tübingen (LTT). Dort steht ein Konzert auf dem Programm, das nun wieder vor Publikum gespielt werden kann. Eintritt ist aber nur mit einem negativem Schnelltest möglich. Den gibt es direkt vor dem Theater.

Tübinger Theater-Chef erleichtert

Die Vorstellung am Dienstagabend sei sofort ausverkauft gewesen, sagt LTT-Intendant Thorsten Weckherlin dem SWR. Die Leute lechzten nach Kultur. Weckherlin hatte in der Vergangenheit immer wieder die Öffnung der Kulturbetriebe gefordert. Jetzt reagiert er erleichtert.

LTT-Intendant Thorsten Weckherlin trägt Maske (Foto: SWR, Roland Altenburger)
LTT-Intendant Weckherlin freut sich über Publikum im Theater. (Archivbild) Roland Altenburger

Kinos warten auf neue Filme

Die Tübinger Kinos dürfen ebenfalls öffnen. Doch sie geben erst einmal keine regulären Vorstellungen. Es seien schlicht und einfach keine neuen Filme auf dem Markt, sagt unter anderem Kinobetreiber Dieter Betz. Man müsse sich erst einmal sortieren und schauen, was möglich ist. Am Wochenende könnte es Sondervorstellungen geben.

Gastronomie freut sich über Öffnung

Betrieb herrscht dagegen in der Tübinger Gastronomie. Sie darf die Außenbereiche öffnen. Im Hotel am Schloss wird die Terrasse gerichtet. Am Eingang wird künftig ein Mitarbeiter die Tagesausweise der Gäste kontrollieren. Chef Herbert Rösch und seine Mitarbeiter freuen sich auf Betrieb im Betrieb. Rösch hofft, dass das Tübinger Modellprojekt erfolgreich sein wird und die Öffnungen auch dann bleiben, wenn es weiterhin mehr Neuinfektionen geben sollte.

"Was wäre denn der andere Fall. Wieder ein kompletter Lockdown. Das wäre ja wirtschaftlich weder für die Betriebe noch für die gesamte Wirtschaft zu ertragen. Also müssen wir Wege suchen, wie wir mit der Inzidenz leben. Und ich denke Tübingen kann da ein wichtiger Faktor sein, um gerade dieses Zusammenspiel kenntlich zu machen und zu zeigen, welcher Weg machbar ist, um auch für die anderen Gemeinden in Deutschland eine Perspektive zu finden."

Land will mit Modellprojekt Erfahrungen sammeln

Das Modellprojekt heißt "Öffnen mit Sicherheit". Die Testphase geht bis 4. April. Das Land hat dafür am Montagabend grünes Licht gegeben. Mit dem Modellprojekt in Tübingen wolle man Erfahrungen für ganz Baden-Württemberg sammeln, so das Staatsministerium. Konkret geht es dabei um die Frage, ob durch den intensiven Einsatz von Schnelltests auch zusätzliche Öffnungsschritte umsetzbar sind, ohne dass es dadurch einen negativen Effekt auf das Infektionsgeschehen gibt.

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