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Damit noch mehr Autofahrer auf das Rad umsteigen, will die Stadt Tübingen die Fahradwege attraktiver und sicherer machen. Die erste der neuen Radbrücken ist an der Blauen Brücke eingesetzt worden. Sie soll künftig die Südstadt mit der Innenstadt verbinden.

Ein riesiger, mobiler Kran ragt in den Himmel. Er hat die ganze Brücke an Ort und Stelle gehievt. Die schwebende Brücke hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) zwar verpasst, doch dafür darf er sie als erster betreten. Die Brücke verbindet künftig die Südstadt mit der Innenstadt, so Palmer.

"Für Radfahrer bedeutet das weniger Gefahr und eine leichtere Erreichbarkeit der Stadt."

Tübingens OB Boris Palmer

Denn Schnellverbindungen wie diese würden das Radfahren attraktiver machen. Das will die Stadt Tübingen erreichen: mehr Radfahrer und weniger Autos.

Klimaneutral bis 2030

Schließlich hat sich die Stadt mit der Kampagne "Tübingen macht blau" ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2030 will man ja klimaneutral sein. Passend zum Kampagnenmotto wird die Fahrbahn der Brücke, wie so viele andere Radwege, später blau eingefärbt. Damit noch mehr Menschen vom Auto aufs Rad umsteigen, sind weitere Brücken geplant. Das Radwegenetz wird die Stadt 12,6 Millionen Euro kosten. Über die neue und erste Brücke kann man voraussichtlich ab Mai 2021 radeln.

Kran an Fahrradbrücke (Foto: SWR, Anna Priese)
Anna Priese

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