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Ein Mann soll in Reutlingen mit dem Auto auf einen anderen Mann zugerast sein und ihn schwer verletzt haben. Jetzt wird ihm der Prozess am Landgericht Tübingen gemacht.

Der 23-jährige Angeklagte äußerte sich nicht zur Sache. Er ließ aber über seinen Verteidiger eine Erklärung verlesen. Demnach wollte er einen Freund in einer Reutlinger KFZ-Werkstatt besuchen. Mit dem Chef dort hatte es Wochen vorher Streit gegeben. Als er mit seinem Auto an jenem Februartag vorfuhr, habe ihm der 41-Jährige den Weg versperrt und ihn mit einem Besen bedroht und geschlagen.

Aus Angst zu viel Gas gegeben

Er habe Angst bekommen und vor Nervosität zu viel Gas gegeben. Der 41-Jährige flüchtete in eine Werkstatt, doch der 23-Jährige krachte durch das Rollgitter, erfasste den Mann und verletzte ihn dabei schwer. Der Angeklagte ging davon aus, dass der Mann tot sei und flüchtete. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Er habe den 41-Jährigen nicht überfahren wollen, ihm tue es leid, so der Angeklagte in der Erklärung, die sein Verteidiger vorlas. Es sei ein Fahrfehler gewesen.

Auch Mitarbeiter verletzt worden

Bei der Fahrt durch das Rollgitter kamen weitere Gegenstände ins Rollen und ein weiterer Mitarbeiter wurde von einem Motorblock verletzt. Deswegen ist der 23-jährige Syrer auch wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Bei dem Streit soll es um Glaubensangelgenheiten gegangen sein, so der Angeklagte. Im Laufe des Prozesses am Tübinger Landgericht werden mehrere Zeugen, Gutachter und ein Notarzt befragt. Am Freitag könnte bereits das Urteil fallen.

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