STAND

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und die Pandemie-Beauftragte Lisa Federle fordern eine rasche Ausweitung von Corona-Schnelltests. Das Beispiel Tübingen zeige, dass sie einen Beitrag zur Verringerung der Infektionszahlen leisteten.

Seit Ende Januar wurden in Tübingen über 15.000 Schnelltests gemacht, bei rund 300 Personen fielen sie positiv aus. Sie begaben sich in Quarantäne. Nach Ansicht von Palmer und Federle wurden dadurch Infektionsketten unterbrochen.

Flächendeckende Schnelltests notwendig

Ihren Berechnungen zufolge wurden so in der letzten Januarwoche 55 Infektionen weniger registriert, als ohne die Tests zu erwarten gewesen wären. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner hätte demnach ohne die Tests nicht bei rund 50, sondern bei etwa 75 gelegen.

Eine Altenpflegerin führt im Seniorenheim Pauline-Krone-Heim der Altenhilfe Tübingen einen Antigen-Corona-Schnelltest durch. (Foto: dpa Bildfunk,  picture alliance/dpa)
Ein Cornatest in einem Tübinger Altenheim picture alliance/dpa

Für Federle und Palmer ist damit klar, dass flächendeckende und regelmäßige Schnelltests nötig sind, damit Öffnungen etwa von Schulen oder Kitas nicht zu einem Rückschlag führen.

Mehr zum Thema

Tübingen

Schutz für ältere Menschen Der Tübinger Weg - Modell für Deutschland in Corona-Zeiten?

Tübingen schützt seine älteren Einwohner offensichtlich besser als andere Städte vor einer Corona-Infektion. Während in anderen Teilen Deutschlands hohe Todeszahlen zu beklagen sind, sind die Infektionszahlen in der Stadt am Neckar vergleichsweise gering.  mehr...

Tübingen

Kampf gegen Coronavirus-Varianten Impfstoff gegen Mutationen: Curevac arbeitet mit Großbritannien zusammen

Das Tübinger Unternehmen Curevac schließt bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus immer mehr Partnerschaften. Auch gegen neue Varianten will sich das Biopharma-Unternehmen wappnen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN