Sonderausstellung mit Schaubrütern

Schlüpfende Küken im Naturkundemuseum Reutlingen

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Begonnen hat die Sonderausstellung wenig spektakulär. Seit knapp drei Wochen stehen Schaubrüter mit Eiern im Naturkundemuseum Reutlingen. Aber jetzt sind die ersten Küken geschlüpft.

Es ist eine stundenlange Schwerstarbeit, bei der man die Küken beobachten kann. Alles beginnt mit dem ersten Loch. Das Küken schlägt es von innen mit seinem Eizahn. Dann dreht es sich im Ei, öffnet damit die Schale so wie ein Mensch sein Frühstücksei, erklärt Katja Bader, Kükenbeauftragte am Naturkundemuseum Reutlingen. Zuletzt stemmt sich das Küken gegen die beiden Schalenhälften und befreit sich.

Im roten Licht der Wärmelampe hält eine Hand ein frischgeschlüpftes Küken (Foto: SWR, Luisa Klink)
Viel kleiner als eine Hand ist ein frisch geschlüpfes Küken. Noch klebt Sägemehl an seinem Flaum.

Museumsbesucher sind fasziniert von diesem Schauspiel des Lebens und begeistert, dass die künftigen Hennen und Hähne so goldig sind, so klein und so süß - und so gelb. Zumindest einige von ihnen.

Nicht jedes Küken ist gelb

Katja Bader vom Naturkundemuseum erklärt, dass die Farbe eines Kükens von der Rasse und der Farbe des künftigen Gefieders abhängt. Dunkle Küken tragen später auch dunkle Federn.

Ein "Schaubrüter" im Naturkundemuseum Reutlingen: Ein Glaskasten mit hoher Wärme und Luftfeuchtigkeit.  (Foto: SWR, Luisa Klink)
Etwa drei Wochen braucht ein frischgelegtes Ei, bis ein Küken daraus schlüpft.Aber nur, wenn es befruchtet wurde.

Bei Hühnern auf die Ohren achten

Die Farbe der Eierschale spiele dabei übrigens keine Rolle, so Bader. Aus weißen Eiern könnten dunkle Küken schlüpfen und umgekehrt. Man könne manchmal aber vorhersagen, welche Farbe die Eier haben werden, die ein Huhn legt. Aufschlussreich dabei sei die Farbe seiner Ohren, auch wenn die nicht so leicht zu finden sind. Hühner mit helleren Ohren legten oft hellere Eier.

zwei dunkle und ein gelbes Küken im roten Licht der Wärmelampe (Foto: SWR, Luisa Klink)
Küken sind nicht immer gelb. Je nach der Farbe ihres späteren Gefieders können sie auch dunkler sein. Im roten Licht der Wärmelampe wirken sie besonders dunkel.

Die Küken, die im Naturkundemuseum Reutlingen schlüpfen, kommen nach zwei Wochen dorthin, wo die Eier hergekommen sind: Auf einen Erlebnisbauernhof bei Pfullingen im Kreis Reutlingen.

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SWR