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Der Autoverkehr in Bad Urach (Kreis Reutlingen) nimmt von Jahr zu Jahr zu. Deshalb will die Stadtverwaltung den öffentlichen Personennahverkehr verbessern.

Der Bahnhof, wo die Ermstalbahn hält, müsste besser an die Stadt angebunden werden, so der Bad Uracher Gemeinderat. Er will dafür nun Pläne erstellen lassen. Die Stadtplaner stört die Trennung von Busbahnhof und Bahnhof im engen Uracher Tal schon lange.

Schienen sollen verlegt werden

Wer vom Zug auf den Bus umsteigen will, hat nämlich einen längeren Fußweg durch einen Tunnel unterhalb der B28 vor sich. Künftig sollen möglichst viele Autofahrer auf den Zug umsteigen. Die Erms-Neckar-Bahn AG will jetzt Konzepte erarbeiten, wie die Schienen verlegt werden können.

Car-Sharing und Leihfahrradstation

Die Menschen sollten nur fünf oder zehn Meter laufen müssen, um in den Zug einzusteigen, so Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann. Der Umstieg soll für Reisende auch durch eine Car-Sharing-Station und eine Leihfahrradstation für E-Bikes attraktiver gemacht werden. Die Planungen für die aufwendige Verlegung des Bahnhofs konnten auch deshalb in Angriff genommen werden, weil die Regionalstadtbahn definitiv kommt, so Rebmann.

Jedes dritte Auto ist von einem Pendler

Er will den ÖPNV vor allem Berufspendlern schmackhaft machen. Denn die sind noch viel mit dem eigenen Auto unterwegs. Jedes dritte der 30.000 Fahrzeuge, die täglich durch Bad Urach fahren, gehören Pendlern. Das hat eine Mobilitätsstudie ergeben, die ebenfalls im Bad Uracher Gemeinderat vorgestellt wurde. Laut Studie hat sich der Durchgangsverkehr in Bad Urach in den letzten 30 Jahren verdoppelt, so Rebmann.

Auch Özdemir (Grüne) unterstützt Pläne

Nicht nur der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann auch der prominenteste Uracher, der grüne Bundespolitiker Cem Özdemir, unterstützt die Pläne. Der ist Vorsitzender des Verkehrsausschusses. Rebmann hofft, dass die bessere Anbindung an die Ermstalbahn spätestens bis zur Gartenschau 2027 umgesetzt werden kann.

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