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Unterbringung und Versorgung von Obdachlosen stellen viele Kommunen wegen des Coronavirus vor besondere Herausforderungen. In Tübingen will jetzt die "Initiative Grundversorgung" helfen.

Die Initative hat sich in Tübingen zusammengefunden. Rund 100 meist junge Ehrenamtliche kümmern sich seit dieser Woche um die Versorgung von Bedürftigen. Sie bieten an sechs Orten als Ersatz für die Tafelläden Essenspakete an, auch für Obdachlose.

Tagesstätten sind geschlossen

Die Caritas in Balingen sowie die Wohnungslosenhilfe des Dornahofes in Tübingen setzen ihren Betrieb unterdessen fort. Allerdings unter anderen Bedingungen. Obdachlose können demnach immer noch in Notunterkünften übernachten, die Tagesstätten sind allerdings geschlossen. Essen wird ausgegeben, auch Notberatungen finden noch statt.

Vorkehrungen für Coronafälle

Auch im Tübinger Männerwohnheim mit 60 Betten, trifft man derzeit Vorbereitungen für den ersten Corona-Fall. Mit den beteiligten Akteuren und Ämtern sei man in Gesprächen, wie Hilfe für Obdachlose aufrechterhalten werden kann. Der Tübinger Landtagsabgeordnete der Grünen Chris Kühn will, dass Kommunen überlegen, ob Obdachlose in leerstehende Pensionen oder Hotels wohnen können. Laut Stadtverwaltung gibt es genügend Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnungslose.

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