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Der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist gefährdet. Die Medien könnten dem entgegenwirken, so SWR-Intendant Gniffke beim Neujahrsempfang des Zollernalbkreises.

Die Presselandschaft durchläuft einen Wandel. Neben Tageszeitungen, Radio und Fernsehen bekommen neue Medien eine immer größere Bedeutung. Als Experten dazu luden die Kreisräte des Zollernalbkreises den neuen SWR-Intendanten Kai Gniffke ein. In der Hechinger Stadthalle sprach der ehemalige Chefredakteur von ARD-aktuell über "Qualitätsjournalismus zwischen Zeitgeist und Digitalisierung".

Medien tragen große Verantwortung

Gniffke fürchtet, dass der Dialog verloren geht und sich die Pole in der Gesellschaft immer weiter auseinander bewegen. Die Medien sieht er in diesem Zusammenhang in einer großen Verantwortung. Sie könnten Menschen zusammenbringen und Grundlagen für einen gesellschaftlichen Diskurs bieten.

"Medien können Brennstoff für Demokratie liefern - in Form von Fakten und Recherchen."

SWR-Intendant Kai Gniffke

Junge Zielgruppe erreichen

Wichtig sei jedoch, fügte er selbstkritisch hinzu, dass auch die Jungen besser erreicht werden. In der Berichterstattung müsse man heutzutage schnell sein, aber auch korrekt - zudem müssten die Medien den Dialog suchen, so seine Formel. "Wir müssen nicht rechtfertigen, was wir tun, aber wir müssen es erklären", betonte Gniffke.

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