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Frühgeborene werden künftig intensiver betreut als bisher. Jetzt wurde eine Übergangsfrist für die Kliniken bis 2024 verlängert, um sich darauf einzustellen. In Reutlingen ist man erleichtert.

Künftig müssen Kinderkliniken einen Betreuungsschüssel von eins zu eins gewährleisten, wenn ein Frühchen weniger als 1.500 Gramm wiegt oder aus anderen Gründen auf der Intensivstation versorgt werden muss. Der hohe Pflegestandard stellt die Zentren vor große Herausforderungen, sagte der Reutlinger Leiter der Kinderklinik, Prof. Peter Freisinger dem SWR. Zwar habe man wie alle anderen Spezialkliniken für Frühgeborene in Baden-Württemberg die bisherigen Anforderungen geschafft, aber noch sei man dabei, Personal für die Intensivpflege zu schulen, um die stufenweise Erhöhung der Standards zu erfüllen.

Prof. Dr. Peter Freisinger und Intensivschwester Katrin Ganter in der Frühchenstation der Reutlinger Kinderklinik (Foto: SWR, Bernhard Kirschner)
Frühchen-Station an der Reutlinger Kinderklinik. Prof. Freisinger im Gespräch mit Intensivschwester Katrin Ganter Bernhard Kirschner

Es fehlt schlicht an Personal, der Pflegekräftemarkt ist laut Freisinger leergefegt. Mit der Fristverlängerung, die eigentlich Ende des Jahres hätte auslaufen sollen, bekommen die Kliniken nun mehr Zeit, um den Bedarf zu decken. Bis 2023 müssen die Häuser 90 Prozent der Betreuungsanforderung erfüllen, danach 95 Prozent, ab 2024 komplett. Die Einsatzpläne müssen dokumentiert und gemeldet werden.

Immer mehr Frühchen

Auch in Deutschland werden immer mehr Kinder zu früh geboren. Jedes elfte ist inzwischen ein Frühchen, vor allem die Zahl der ganz Kleinen unter 1.500 Gramm steigt seit Jahren. Sie benötigen eine ganz spezielle Versorgung, die nur wenige Kliniken bieten können. Damit die Überlebenschancen steigen und Schädigungen gering bleiben, braucht es Erfahrung.

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Fast jedes zehnte Kind in Deutschland wird zu früh geboren, das sind rund 65.000 Babys. Heute weiß man, welche Faktoren für ihr Überleben und ihre Entwicklung notwendig sind.  mehr...

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