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In Pfalzgrafenweiler im Nordschwarzwald entsteht eine neue Hilfe für Senioren, die einen leeren Kühlschrank haben. Die EU und das Land Baden-Württemberg geben für die Idee jetzt Geld.

Auf den ersten Blick scheint es nicht viel: EU und Land fördern die neuartige Einkaufshilfe mit 5.000 Euro. Doch laut Entwickler Thomas Günther braucht er genau das Geld, um seine Idee umzusetzen. Der Jungunternehmer aus Pfalzgrafenweiler (Kreis Freudenstadt) will, dass Senioren Einkaufszettel schreiben können, die direkt in Supermärkten an Terminals abrufbar sind. Einkäufer können dann spontan vor Ort entscheiden, für wen sie den Einkauf gleich miterledigen wollen. Dazu müssten sie sich am Terminal anmelden und sich eine oder mehrere Einkaufslisten ausdrucken.

Piktogramme für Senioren (Foto: Pressestelle, Zweikaufen)
Seniorin müsste einkaufen und bittet telefonisch um Hilfe. Junge Frau bringt ihr daraufhin bei ihrem Einkauf die benötigten Lebensmittel vorbei. Pressestelle Zweikaufen

Wünsche per Telefon und Internet

"Zweikaufen statt einkaufen" nennt der Entwickler das. Die Idee kam dem 26-Jährigen, weil er für Großtante und Oma einkauft, ihre Wünsche ihn aber oft nicht rechtzeitig erreichen. Mit dem neuen System können sie die Wünsche per Telefon und Internet durchgeben. In den Supermärkten sind sie dann an den Terminals für die angemeldeten Einkaufshelfer abrufbar. Einen ersten Praxistest soll es in einigen Monaten geben.

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