Baumwolle statt Kunststoff

Weniger Plastik im Wald: Kreis Sigmaringen testet nachhaltige Wuchshüllen

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Bisher schützen Förster ihre Baumsprösslinge mit Plastikhüllen. Der Kreis Sigmaringen will jetzt auf nachhaltige Hüllen aus Baumwolle umsteigen.

Sie schützen Baumsprösslinge vor gefräßigen Rehen und dienen als eine Art Mini-Gewächshaus: Wuchshüllen aus Plastik. Wie das Landratsamt Sigmaringen mitteilt, wurden sie bisher sogar vom Land Baden-Württemberg finanziell gefördert - zum Beispiel für Eichenpflänzchen, die als wichtig für den Waldumbau angesichts des Klimawandels gelten. Das Problem dabei: Die Plastikhüllen müssen am Ende mit viel Aufwand eingesammelt werden. Vergessene Hüllen bleiben im Wald, zerfallen und belasten die Umwelt mit Mikroplastik.

SWR-Reporterin Pia-Maria Pelzer über die nachhaltigen Wuchshüllen:

Lassen sich Rehe auch von den nachhaltigen Hüllen abhalten?

Ab 2024 gibt es diese Förderung nur noch für kunststofffreie Wuchshüllen. Seit einiger Zeit steigt nun die Zahl der Entwicklungen von Alternativen etwa aus Zellulose, Jute, Baumwolle oder Holz. Im Stadtwald von Meßkirch probiert der Kreis Sigmaringen nun Schutzhüllen aus Fichtenfurnier mit einem Baumwollvlies aus. Sie sollen die Pflanze vor Frost schützen und ein seitliches Herauswachsen aus den Hüllen vermeiden. Laut Landratsamt soll der Test zeigen, ob die kleinen Eichen ihre Jugend gut in diesen Wuchshüllen überstehen.

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SWR