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Die Polizei hat einen nach eigenen Angaben groß angelegten Waffenhandel aufgedeckt. Einer der Verdächtigen wurde von einem Spezialeinsatzkommando bei Mössingen (Kreis Tübingen) festgenommen.

Am Mittwoch kurz nach 12 Uhr stoppten mehrere zivile Polizeiwagen einen weißen Transporter auf der B27 bei Bad Sebastiansweiler (Kreis Tübingen). Die vermummten Beamten stürmten den Transporter und nahmen einen Verdächtigen fest:

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Auch in Göppingen wurde ein Mann unter dem dringenden Verdacht des illegalen Waffenhandels verhaftet. Einer hatte bei seiner Festnahme eine Schusswaffe und dazugehörige Munition bei sich. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sitzen inzwischen vier Personen in Untersuchungshaft. Sie stammen aus den Kreisen Tuttlingen, Tübingen, Zollernalb und Esslingen.

Waffenschmiede entdeckt

Allen wird der illegale Handel mit Waffen vorgeworfen. Zwei sollen zudem eine Erpressung samt Entführung geplant haben. In Zuge der Ermittlungen, Festnahmen und Hausdurchsuchungen wurden auch zahlreiche Waffen, Zubehör und Drogen beschlagnahmt. Außerdem wurde im Kreis Tuttlingen eine Werkstatt zur Waffenherstellung entdeckt. Gegen die beiden mutmaßlichen Betreiber dieser Werkstatt wird ebenfalls ermittelt, sie sind aber auf freiem Fuß. Laut Polizei hatten die Beschuldigten offenbar ihre beruflichen Kenntnisse aus der Metallverarbeitung dazu genutzt, um sich auf den Umbau von erlaubten Schreckschusswaffen in sogenannte "scharfe" Schusswaffen zu spezialisieren. Sie hatten dafür eine Garage mit entsprechenden Maschinen ausgestattet.

An der Aufdeckung des Falls waren mehrere Polizeipräsidien und Staatsanwaltschaften beteiligt.

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