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Wer sich in Tübingen an einer der Schnelltest-Stationen testen lässt und ein negatives Ergebnis hat, der bekommt ein Tageszertifikat. Bisher in Papierform - ab jetzt digital.

Bisher sah das Testzertifikat der Stadt Tübingen aus wie eine Urkunde: Oben stand in roten Buchstaben "Testzertifikat", darunter kamen dann die persönlichen Angaben zum jeweiligen Getesteten.

Boris Palmer hält sein Testzertifikat in der Hand (Foto: Imago, IMAGO / Eibner)
Boris Palmer hält sein Testzertifikat in der Hand - in Papierform. Imago IMAGO / Eibner

Ab Mittwoch gibt es nun eine neue Form des Testzertifikates: eine digitale. Das erklärt die Stadt auf ihrer Webseite. Wer sich ab jetzt also an einer der neun Stationen im Stadtgebiet testen lässt, bekommt künftig ein Armband mit einem QR-Code. Von der Stadt hieß es, die Papierzertifikate würden zwar weiterhin akzeptiert, sollten aber zur Ausnahme werden.

Das digitale Testzertifikat in Tübingen: So funktioniert es

Das Ergebnis erhalten die Getesteten ab jetzt laut Stadt, indem sie den QR-Code auf dem Armband mit dem Smartphone scannen. Dann werden sie auf eine Website geleitet. Auf der ist das Testergebnis dann einsehbar.

Bei einem negativen Ergebnis, das in grün angezeigt wird, können die Getesteten einkaufen gehen - und zwar auch in Läden, für die die Testpflicht gilt. Ist die Anzeige orange, müssen sich die Getesteten noch ein wenig gedulden. Bei einem positiven Ergebnis in rot heißt es: Sofort zurück zur Teststation gehen und sich sich die nächsten Schritte erklären lassen. Der Vorteil dieses Systems: Die Testenden müssen keine schriftlichen Zertifikate mehr ausgeben und die Getesteten müssen nicht unbedingt zur Teststation zurückkehren.

Posted by Boris Palmer on Tuesday, March 23, 2021

Kein zusätzlicher Aufwand für Gastronomie, Kultur und Einzelhandel

Für Einzelhandel, Kultur und die Gastronomie bringe das neue System keinen zusätzlichen Aufwand mit sich, schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung. Denn der QR-Code kann mit jedem gängigen Smartphone gescannt werden, ein spezielles Lesegerät ist nicht nötig.

Wichtig sei allerdings, dass die Kundinnen und Kunden beim Scannen durch Kontrollpersonal den Abstand einhalten. Es empfehle sich, den QR-Code auf dem Armband zuerst selbst zu scannen, bevor man ein Geschäft betritt, hieß es von der Stadt Tübingen weiter. So lasse sich sicherstellen, dass niemand mit einem positiven Ergebnis ein Geschäft betritt.

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Persönliche Daten müssen erfasst werden

Es besteht auch die Möglichkeit, seine Daten bereits vorab zu Hause einzugeben und einen QR-Code zu generieren. Dieser sollte dann zur Teststation mitgebracht werden.

Die Stadtverwaltung hat die neun Teststationen für die weitgehende Umstellung auf das digitale Zertifikat mit der dazugehörigen digitalen Infrastruktur ausgestattet. Wer sich dort testen lässt, muss seine Daten erfassen lassen. Dadurch lasse sich auch sicherstellen, dass die Person im Falle eines positiven Tests benachrichtigt wird und die Daten an das zuständige Gesundheitsamt weitergegeben werden können.

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