Bahnhof Baiersbronn (Foto: SWR, Nathalie Rudolph)

Mit Bus und Bahn in den Nordschwarzwald unterwegs

Komme ich mit dem 9-Euro-Ticket von Reutlingen nach Baiersbronn?

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Mit dem 9-Euro-Ticket kann jeder einen Monat lang durch Deutschland fahren. Aber nur im Nahverkehr, mit ÖPNV. Wie klappt das von Reutlingen nach Baiersbronn? Wir haben es getestet.

Unsere Reporterin beginnt in Reutlingen ihren Ausflug in den Nordschwarzwald. Mit dem Zug geht es zunächst nach Tübingen. Nach nur zehn Minuten Fahrt ist sie mit dem Regionalexpress in der Unistadt angekommen. Dann heißt es umsteigen, und zwar in die Kulturbahn nach Horb. Die ist klein, rot und hat nur einen Wagon. Voll ist sie auch, Platz für großes Gepäck gibt es nicht. Außerdem fährt die Kulturbahn unregelmäßig, mal jede halbe Stunde, mal jede Stunde. Doch sie ist pünktlich. Das sei nicht immer so, sagen einige Mitreisende. Rund 30 Minuten braucht die Fahrt von Tübingen nach Horb. Knapp eine Stunde dauert es bis hierher.

Bahngleise am Bahnhof in Freudenstadt (Foto: SWR, Nathalie Rudolph)
Auf dem Weg von Reutlingen nach Baiersbronn mit dem 9-Euro-Ticket unterwegs. Mit dem Zug ist Freudenstadt gut erreichbar. Nathalie Rudolph

Nächstes Etappenziel: Freudenstadt

Die Stadt mit dem größten Marktplatz Deutschlands ist per Bus und Bahn erreichbar. Wer dahin mit dem Zug fahren möchte, muss rund anderthalb Stunden und einen Umstieg in Hochdorf einplanen. Für den Test hat unsere Reporterin den Bus genommen. Denn der braucht nur eine knappe Stunde und fährt direkt, also umsteigefrei. Die Strecke führt über holprige Straßen. Nur wenige Leute verteilen sich auf den blau bezogenen Sitzen. Ohne große Verzögerung erreicht der Bus Freudenstadt. Beim Umsteigen ist Vorsicht geboten, denn in Freudenstadt gibt es zwei Bahnhöfe: einen Stadt- und einen Hauptbahnhof. An beiden fahren Busse und Züge.

Bahnhof Freudenstadt (Foto: SWR, Nathalie Rudolph)
In Freudenstadt gibt es einen Stadt- und Hauptbahnhof. An beiden fahren Busse und Züge. Nathalie Rudolph

Mit der S-Bahn nach Baiersbronn

Auf der letzten Etappe nach Baiersbronn geht´s mit der S-Bahn weiter. Sie fährt regelmäßig alle halbe Stunde. Die rot-gelbe Wagen wirken nicht mehr ganz so modern. Im Zug gibt es kaum noch freie Plätze, Leute stehen und sitzen dicht an dicht. Doch es ist nicht weit: Nicht mal zehn Minuten ist es bis Baiersbronn.

Erfreuliche Bilanz

Rund zweieinhalb Stunden hat die Zug- und Busreise gedauert. Zugausfälle oder Verspätungen gab es übrigens keine. Mit dem Auto bräuchte man wohl eine Stunde weniger. Wenn`s schnell gehen soll, wäre das ein Problem. Dafür ist die Fahrt aber billiger, denn normalerweise würde sie rund 20 Euro kosten. Mit dem 9-Euro-Ticket hätte man also schon über 10 Euro gespart. Und die Umwelt freut sich über weniger Co-2-Ausstoß.

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